456 Die Vorbereitungen zum Städtekrieg.
„Ungebührlich und unleidlich“ erſchien es ihr, eine ſolche „überſchwängliche Summe“ ſich vom Markgrafen abpreſſen zu laſſen.“)
Bei der Verſchreibung der vereinbarten Bedingungen machte der Rat Schwierigkeiten“) und ließ den Vergleich ſcheitern. Am 28. Juni verließen die Unterhändler die Stadt; an nächſten Tage trafen die Fehdebriefe der markgräflichen Amtleute ein. Am 30. Juni überſandte der Biſchof von Bamberg der Stadt als Helfer des Markgrafen Albrecht ſeinen Fehde brief;) ihm folgten der Landgraf von Heſſen, der Graf von Gleichen und viele Edle.“
So trat der ſeltſame Zuſtand ein, daß mehrere Fürſten und Ritter bereits als Helfer der Markgrafen Feinde Nürnbergs geworden waren, als ſie ſelbſt noch im Frieden mit det Stadt lebten.“)
Albrecht erwartete noch die Abſagebriefe ſeiner Brüdet aus der Mark.
Am 2. Juli nach der Veſper ritt ein ſchwarz und weiß gekleideter Herold durch das Spittlertor in Nürnberg ein;) er überbrachte den Fehdebrief der Markgrafen, Herzog Bil helms von Sachſen und der Herzöge von Stettin.
„Wiſſet,“ ſchrieb Albrecht an Bürgermeiſter, Rat und Gemeinde der Stadt,„als Ihr Cunraten Herrn zu Heide der an uns und den Unſern große Untat getan und ſchwerli
ı) Nürnberger Kr.⸗A., Briefbücher XX, S. 71. Auf die Anf des Würzburger Viſchofs teilt der Rat ihm mit, daß er den Vorſchlal der pfälziſchen Geſandten abgelehnt habe; wie weit die Verhandlungen vorgeſchritten waren, verſchweigt dieſer Brief.
2) Weimarer Geſamtarch., Reg. C 15.
3) Nürnberger Kr.⸗A., Briefbücher XX,. S. 7374.
) Nürnberger Kr.⸗A., Briefbücher XX, S. 80. 5
5) Die Fehdebriefe der meiſten Fürſten und Edlen waren, m der Albrechts, vom 29. Juni datiert. Bamberger Kr.⸗A., Hiſtor. Hale log 506, nur wurden ſie zu verſchiedenen Zeiten in Nürnberg ab geliefert,;
e) Nördlinger Stadtarchiv, Städtebundakten 1449, III. 4