Der Städtekrieg. 479
ermöglichte,) und das Bündnis der Städte mit dem Biſchof von Würzburg abgelaufen war.“)
Aber ſelbſt wenn der Rat rechtzeitig Truppen angeworben hätte, ſo hätte er damit nur die von Albrecht der Stadt unterſtellte Abſicht, ſie wolle die Markgrafen aus dem Lande vertreiben, wahrſcheinlich gemacht. Albrecht aber, der ja jederzeit von ſeinen Freunden die ihm verſprochenen Hilfstruppen unentgeltlich heranziehen konnte, hätte ſelbſtverſtändlich den Krieg erſt begonnen, wenn der Rat, der nutzloſen Zahlungen müde, die Söldner entlaſſen hätte.“)
Um ſo eifriger hatte der Rat darauf Bedacht genommen, wenigſtens alle Kräfte der Stadt für den bevorſtehenden Kampf zuſammenzufaſſen.
Nürnberg hatte in der Mitte des XV. Jahrhunderts 20 000 bis 30 000 Einwohner; im Beginne des Krieges kamen aus der Umgegend noch 10 000 Bauernleute hinzu,“) die auf Befehl des Rates ſich und ihre Habe in der Stadt in Sicherheit
bringen mußten.
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1) Städte⸗Chron. II, S. 128|
) Das Bündnis des Biſchofs von Würzburg mit den Städten war am 22. Juni 1446 auf drei Jahre geſchloſſen worden. Vgl. Kern, Die Fürſtenpartei im Städtekrieg(Städte⸗Chron. II, S. 419, Anm. 1). Da Herzog Albrecht von München 1449 ſein Bündnis erneuert hatte, bonnte Albrecht nicht auch mit dem Erlöſchen dieſes Bündniſſes rechnen, wie Riedel(Der Krieg des Markgrafen Albrecht Achill mit Nürnberg, Zeitſchr. f. preuß. Geſch. und Landeskunde IV, S. 531 u. 541) meint.
8) Nach Erhard Schürſtabs Bericht, Städte⸗Chron. II, S. 128129, mag Albrecht Achilles und die Nürnberger, S. 9, führt ſehr zu Den wie trefflich Nürnberg der„Zuſtand einer bewaffneten Albrecht 1 0 vor dem Kriege zu ſtatten gekommen wäre, während gete Seit ei ſeinen beſchränkten Mitteln einen derartigen Zuſtand länA eit nicht hätte aushalten können.
E Nach der durch Erhard Schürſtab 1450 auf Befehl des Rates Zählung hatte Nürnberg zirka 20 000 Einwohner. Städte