Der Städtekrieg. 495
Richerſtuhle gegen die markgräflichen Klagen ſich zu verantwortn, und daß Nürnberg den Markgrafen ihr väterliches Erbe trotzig vorenthielte.“).
Auch hätten die Ereigniſſe bereits den Befehl des Königs überhelt; ein„Zurück“ gäbe es jetzt nicht mehr.|
Mit dieſer Antwort ſandte der Markgraf den Boten wieder an König Friedrich; zugleich ordnete er einen ſeiner gewandteſten Unterhändler, den Kaplan Wenzel Reman nach Neuſtadt ab, gegen deſſen Intriguen und Anſchuldigungen der Vertreter Nürnbergs am Hofe, Nikolaus Muffel, bald einen ſchweren Stand hatte. Während ſich die Geſandten der Parteien am Hofe herumſtritten, wer den Krieg begonnen hätte, und dem Gegner„ketzeriſche“ Kriegsführung, Ausbrennen der Kirchen und Verunglimpfung des Sakramentes vorwarfen,) führte Albrecht den entſcheidenden Schlag gegen ſeinen verhaßteſten Gegner.;
Am 12. Juli ſtießen der Biſchof von Eichſtätt und Herzog Otto von Mosbach, der einzige Wittelsbacher, der an dieſem Kriege teilnahm, mit ihren Truppen zu ſeinem Heere;) am gleichen Tage begann er die Belagerung des Städtchens Heideck.)
Konrad von Heideck ſelbſt weilte nicht in der Stadt; die Mauern ſeines Schloſſes ſchienen dem Rate nicht genug Sicherheit zu verbürgen, für dieſes der Stadt jetzt ſo koſtbare Leben.
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) Nürnberger Kr.⸗A., Briefbücher XX. S. 9496. Es handelt ſich um eine Ratsgeſandtſchaft, die mit anderen Aufträgen 1445 an den Hof geſandt, ſich geweigert hatte, auf die plötzlich erhobenen Forderungen
der Markgrafen zu antworten.
) Nürnberger Kr.⸗A., Briefbücher XX. S. 128. Saher Geſamtarchiv, Reg. O, 15. Nach der Chronik des Köln Albrecht e XXII, S. 94 ſoll auch der Erzbiſchof von eiter geſandt haben. ) Nürnberger Kr.⸗A., Briefbücher XX, S. 101.
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