496 Der Städtekrieg.
—
*
Mit Berufung auf ſeinen Dienſteid hatte der Rat bereits vor dem Beginne des Krieges Konrad gemahnt, ſich nach Rürnberg zu begeben,) die Verteidigung des Städtchens leiteten zwei vom Rate beſtellte Hauptleute, Konrad Fridprechſshofer und Ulrich Kragen. Albrecht hatte die um das Städtchen liegenden Orte Altenheideck, Langenſtadt, Seligenſtadt, Walting und Alfershauſen mit 598 Reitern und 1400 Fußknechten beſetzt.“)
Obgleich die Truppen weit eifriger in der Umgebung ſengten und plünderten, als die Belagerung des Städtchens betrieben,) ſo erhob doch bald in Heideck die Meuterei ihr Haupt.“)
Vergebens drohte der Rat den aufrühreriſchen Schützen mit der Todesſtrafe, Einziehung ihres Habes und Vertreibung ihrer Familien.“) Bald brachen zwiſchen den Bürgern und den Hauptleuten Streitigkeiten aus“) und die 120 Mann“) ſtarke Beſatzung zog ſich auf die Burg zurück.
Albrecht war die Einnahme des Städtchens ſehr er
wünſcht, zumal die Verproviantierung ſeines Heeres bei dem regneriſchen Wetter außerordentlich ſchwierig wurde;) kaum
1) Nürnberger Kr.⸗A., Briefbücher XX, S. 56. Vor dem Kriege waren als Hauptleute für Stadt Heideck der alte Feind Albrechts, Oswald Ottlinger, und Konrad Friedprechtshofer beſtimmt worden.
2) Würdinger, Kriegsgeſchichte Bayerns uſw., S. 306.
2) Nürnberger Kr.⸗A., Briefbücher XX. S. 111112. Die Fürſten hätten nicht„vil Ernſts gegen die Stadt begangen“, ſchreibt der Rat an Muffel.
) Nürnberger Kr.⸗A., Briefbücher XX, S. 104.
5) Nürnberger Kr.⸗A., Briefbücher XX, S. 104105.
6) Städte⸗Chron. II, S. 150. 1 € 1 Chron. v. Weißenburg, Quell. u. Erört. zur bayr. Geſch. II. ; e) Bamberger Kr.⸗A., Märkers Katalog, Nr. 45 und 46. Am 14. Juli begehrte Albrecht von dem Hauptmann in Schwabach zwei Wagen mit Prennel, zwei Wagen mit Arbays und Pochenfleiſch(gebackenes Brot, Erbſen, geſtampftes Fleiſch.) Am 15. Juli beſchwerte fi