Der Städtekrieg. 497
acht Tage nach dem Falle des Städtchens übergaben die Hauptleute auch die Burg, ohne einen Sturm abzuwarten.“) N
Nach der Eroberung Heidecks ſchlug Albrecht„ſeine Zelde um zu ruhen“, vor dem nahen Weißburg auf.“) 95
N Es war„ein gemein Schall“ im Lande, daß er das Städtchen belagern wollte. Für ihre Sicherheit hielten es die Weißenburger vor allem für nötig, das Kloſter Wilzburg abzubrechen, das in Schußweite von ihren Mauern auf einem Berge lag. f
Die Mönche hatten ſich in auffälliger Weiſe„mit gebackenem Brote, geſalzenem Fleiſche, Wein, Futter, Heu und Geſtreu“ verſorgt. Nicht ohne Grund fürchteten die Weißenburger, daß ihre Gegner das Kloſter als Stützpunkt gegen die Stadt, mindeſtens aber als„Küche“ verwenden würden.
„Als ein Caſtell nit als ein Kloſter“ nahmen die Weißenburger es ein. Sie fanden nicht nur viermal mehr Proviant, als die Mönche gewöhnlich aufſpeicherten, ſondern auch Büchſen, Salpeter, Armbrüſte und Pfeile.
Einen Turm und„eine köſtliche große Kemnate, darin ein Fürſt wohl Wohnung mochte gehabt haben“, die vom Münſter geſondert ſtanden, ſowie die Scheunen und Ställe brannten ſie ab; das Münſter, den Kreuzgang, Schlafhaus, Bewenter, Kapitel, Küche und Keller ließen ſie unbeſchädigt.
ke Trotz aller Beweiſe für die feindlichen Abſichten der Mönche hatten die Weißenburger es noch viele Jahre nach dem
Albrecht, daß der dritte Teil des nachgeſandten Brotes verſchimmelt angekommen ſei und ordnete an, daß das Brot von jetzt an in Ansbach gebacken werden ſollte.;
1) Nürnberger Kr.⸗A., Briefbücher XX, S. 118. Der Rat ſchreibt an Förg Derrer, obgleich das Schloß mit allem wohl verſorgt und verſehen geweſen wäre, ſei es ohne alle ernſtliche Benötigung übergeben worden“. f)
Nördlinger St.⸗A., Städtebundakten 1449, III. 11.
Markgraf Albrecht Achilles l. *