Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1911)
Entstehung
Seite
502
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502 Der Städtekrieg.

Als aber am 30. Juli die Ratsherren Nürnbergs, Kon­rad Paumgartner, Jörg Derrer und Anton Talner, in Ingol­ſtadt erſchienen, war die Sachlage vor allem durch die Erobe­rung Heidecks völlig verändert.

Die Städtevereinigung hatte wieder eine Ratsbotſchaft geſandt; Markgraf Albrecht war durch Dr. Knorr, den Chor­herren Medlinger und dem Landſchreiber Johann Ulmer ver­treten; ihnen zur Seite ſtanden Räte des Grafen Ulrich von Württemberg.)

Als Vermittler waren Herzog Heinrich, Herzog Albrecht von München, der Biſchof von Augsburg perſönlich erſchienen, der Biſchof von Paſſau und e ee hatten Räte ge­ſandt.'

Konrad von Eglofſtein eröffnete mit einem kurzen Be­richte über den erſten Ingolſtadter Tag die Beratung. Dr. Knorr forderte eine öffentliche Verhandlung. Die Ratsherren lehnten dieſe ab, da ſie die notwendigen Beweisſtücke nicht mit­gebracht, auch keinen Auftrag zu einer ſolchen Verhandlung hätten; ſie erklärten aber, daß, wenn die Vermittler einen anderen Tag zu dieſem Zwecke anſetzen würden, ſie bereit wären, ihn zu beſuchen. Die Fürſten baten nun, die Ratsbot­ſchaft, bereits auf dieſem Tage ein billiges Rechtsgebot vor­zuſchlagen,) deſſen Annahme durch den Markgrafen jede wei tere Verhandlung unnötig machen würde.

Die Nürnberger Ratsherren erklärten ſich darauf bereit, die Entſcheidung über dieHauptſache und über alles, was bisher geſchehen wäre, den drei anweſenden fürſtlichen Ver mittlern zu übertragen, wenn Albrecht vorher der Stadt und Heideck die abgewonnenen Güter und Schlöſſer zurückgeben würde.)

1) Städte⸗Chron. II, S. 375. v. Weech, Hiſtor Darſtellung. ) Nürnberger Kr.⸗A., Relationenband 484, S. 183. ) b. Weech, Hiſtor. Darſtellung. Städte⸗Chron. II. S. 376.

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