528 Der Städtefrieg:
Pfalzgrafen mitteilten, ſo daß dieſer das ſichere Gelejt der Teilnehmer nicht übernehmen zu können meinte.“) Einer Verſchiebung des Tages auf den 21. Dezember widerſetzten ſich einige Fürſten mit der Begründung, daß ihnen der Verhandlungsort nicht genehm wäre.“)
Einer neuerlichen Einladung des Pfalzgrafen zum 12. Januar 1450 nach Heidelberg verſprachen endlich beide Parteien Folge zu leiſten.
Das Intereſſe der Fürſten an einer Beilegung des Zwiſtes war gerade im November 1449, als ſie die Abhaltung des Tages unter den verſchiedenſten Vorwänden vereitelt hatten, nicht beſonders dringend geweſen. Der Krieg hatte in dieſen Wochen für ſie eine günſtige Wendung genommen.
Am 3. November gelang es Graf Ulrich von Württemberg, die zum Entſatze des eingeſchloſſenen Eßlingen heranrückenden Städter in der Blienshalde zu überfallen und völlig zu ſchlagen.“)
Unter dem Feldgeſchrei„Unſer lieben Frau Maria Gottesmutter“ hatten 700 württembergiſche und badiſche Reiter in der Dämmerung die ungefähr gleich ſtarken, aber vom langen Marſche, vom Plündern und Sengen ermüdeten Städter angegriffen. Nur die Nacht rettete die Bürger vor völliger Vernichtung. Es gelang ihnen, ſich nach Eßlingen durchzuſchlagen; auf der Walſtatt lagen ihre Hauptleute Walter Ehinger aus Ulm und Hieronymus Bopfinger aus Nördlingen; ihr wackerer Bannerträger Hans von Stein,„der der Städte Panier aus und aus ritterlich behalten hatte“,“) Konrad Schenk
1) Nürnberger Kr.⸗A., Relationenband 484, S. 208209.
2) Nürnberger Kr.⸗A., Relationenband 484, S. 212..
2) Stälin, Württembergiſche Geſch. III, S. 482. v. Martens, Geſch. d. kriegeriſchen Ereigniſſe in Württemberg, S. 115. Die Blienshalde liegt bei Stellingen..
) Nach dem Nürnberger Bericht. Nürnberger Kr.⸗A., Brief bücher XX. S. 295—301, hätten die ſtädtiſchen Hauptleute weniger ale 400 Reiter gehabt. Nach Stälin III, S. 482. Vgl. Württemberg. Jahr
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