Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1911)
Entstehung
Seite
529
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Der Städtekrieg.

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und mehr als 80 Tote. Georg von Geroldseck, Burkhard von Bach, Georg Rennwart, der Ulmer Patrizier Spiegel und der Straßburger Hans Jäger waren Gefangene.) f f

Auf der Seite Graf Ulrichs war von allen Edlen nur der Führer der badiſchen Hilfstruppen, Hans von Stamm­heim gefallen.

Der Erfolg war unbeſtreitbar.) Mochten die Eßlinger auch behaupten, daß die Schlacht unentſchieden geweſen wäre, weil beide Parteien in der Nacht das Schlachtfeld geräumt hätten, mochten ſie auch verkünden, daß die Feinde größere Verluſte gehabt hätten, als ſie, und daß ſie nur deshalb keine edlen Gefangenen hätten, weil kein einziger Ritter von allen, die während des Kampfes gefangen genommen wären, ſich ſeinem Eide gemäß in Ulm geſtellt hätte.?) 8

Auf fo feine Unterſcheidungen ließ ſich der Rat von Nürn­berg bei der Beurteilung des Treffens nicht ein. Er ſchrieb,

daß ihmdie Niederlage vor Eßlingen wider und leid wäre, .

buch 1851, II. Teil, S. 2224. 436 Reiter ohne den Reutlinger Zuzug. Vurkhard Zint, Städte⸗Chron. V. S. 190 gibt mehrfach 600 Reiter und 800 Schweizer an; da viele Augsburger bei dem Zuge waren, iſt dieſe Quelle nicht schlecht. Die Berichte über die Stärke der Württem­berger ſchwanken zwiſchen 600 und 800 Reitern. Vgl. Eikhart, Artzt 87 Erört. z. bayr. u. deutſch. Geſch., Bd. II und Städte⸗Chr. XXII.

) Das Verzeichnis der Toten und Gefangenen nach einem Briefe

des Grafen Ulrich vom 4. November an Markgraf Albrecht. Bamberger

r.⸗A., Märkers Katalog 1904, Nr. 93. Vgl. Württembergiſches Jahrbuch

1851, 2. Teil, S. 2224. Nach Franks Augsburger Annalen, Städte­

93 XXV, S. 298 wurden nur etwas über 40 Mann erſchlagen,

1 Mann gefangen. lich, Städte⸗Chron. XXII, S. 99 gibt nur Tote und 50 Gefangene an.

) Am 16. Dezember zog Stephan Hangenor mit 300 Reitern

9 Se weigern aus, um Eßlingen zu entſezen; in der Weihnachts­

3 5 die Eingeſchloſſenen befreit. Pfaff a. a. O. Beil. Nr. 16. Nürnber, 5 2 iefbũ AA.. 55* it

Reg. III 7063 ger 155 A., er XX., S. 29 8 Witte,

Mar kgraf Albrecht Achilles l. 8