Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1911)
Entstehung
Seite
534
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5834 Der Städtekrieg.

Nürnberg keinerlei Hilfe erhielt, dafür in die benachbarten ſchwer gefährdeten Städte wie Rothenburg, Nördlingen und Weißenburg einige hundert Mann werfen mußte. Selbſt dem Erſuchen Nürnbergs, auf ſeine Koſten ihm von den durch den Bund angeworbenen Schweizern zwei⸗ bis dreihundert Mann zu überlaſſen, konnte die Tagſatzung nicht Folge leiſten, da die Schweizer ſich weigerten, nach Nürnberg zu ziehen. Sie ſchütz­ten vor, daß die Peſt dort herrſche, und die Zehrung zu teuer wäre.)

In ſolcher Lage entſchloß ſich der Rat, unabhängig von den Bündnern die Wehrmacht der Stadt zu ſtärken.

Bisher hatte der Rat den ſchwäbiſchen Städten die Ver­handlungen mit den Eidgenoſſen, Einladungen zu Tagen) und Werbungen) überlaſſen; nur einmal hatte er mit den ſchwä­biſchen Städten zuſammen eine Botſchaft an die Tagſatzung in Luzern abgeſandt.

Im Beginne des November traf nun auch Martin Mair nach ſeiner Rundreiſe bei den neutralen Fürſten und Städten in der Eidgenoſſenſchaft ein; in einem eigenen Schreiben be­glaubigte ihn der Rat bei der eidgenöſſiſchen Tagſatzung.)

Aber mit der kurzen Tätigkeit Mairs nicht zufrieden, ſandte der Rat bereits im Beginne des neuen Jahres den Rats­ſchreiber Hans Müllner mit dem Auftrage aus, alle eid­genöſſiſchen Orte zu beſuchen,) und dort mit den Gemeinden

1) Nördlinger St.⸗A., 1450, Nr. 263. 2) Luzerner St.⸗A., Fascikel Bayern.

3) Luzerner St.⸗A., Fascikel Deutſchland.

) ) Qu. z. bayr. u. deutſch. Geſch. VIII, S. 253. 5) Nürnberger Kr.⸗A., Briefbücher XX, S. 254.

e) v. Weech, Hiſtor. Darſtellung uſw. Städte⸗Chron. II, S. SM, gl. Baader, Qu. u. Erört. z. bayr. Geſch. VIII, S. 258 zu gleiche Zeit beglaubigte der Rat Hans Müllner auch bei Baſel und Konſtans Nürnberger Kr.⸗A., Briefbücher XX, S. 327328. 2 5