552 Der Städtekrieg.
Als nun die Vorhut Albrechts am Morgen des 11. März vor den Mauern Nürnbergs erſchien und ſich dort beſonders auffällig und herausfordernd benahm,) öffneten ſich plötzlich die Tore Der| 1 und heraus eilten über 500 Reiter) und viel Fußvolk. f ö
Ihrem e gemäß zogen ſich die markgräflichen Reiter zurück, aber die Nürnberger machten nicht wie früher an den Schranken Halt, ſondern eilten den Abziehenden durch den Lorenzer Reichswald nach.
Mit dem Rufe:„Die Feinde kommen“ traf die markgräfliche Vorhut in wilder Flucht am Pillenreuter Weiher ein, den Albrecht mit 350 Reitern“) und 50 Trabanten gerade ausfiſchte. Albrecht befahl ſofort den Trabanten, ſich ſchleunigſt nach Schwabach zu retten, ſeine Reiter hieß er aufſitzen und langſam ſich zurückziehen,) um die Flucht der Fußknechte zu decken.
rung verwertet ſind, ſtempeln die ganze, dem Charakter Albrechts widerſprechende Erzählung von ſeiner ſtolzen Aufforderung an die Nürnberger, zum Fiſcheſſen nach Pillenreut zu kommen, zu einem Märchen.
) Städte⸗Chron. II, S. 491. Brief Tetzels an Geuder.„Und auf Mittwoch rückt Markgraf Albrecht aus Schwabach vor unſere Stadt mit großen Ausbreiten ſeines Zeuges und ließ ſich ſehen, als er etwie vor oft getan hatte.“ Vgl. auch den kurz nach der Schlacht geſchriebenen Bericht, Städte⸗Chron., X, S. 177.
2) Städte⸗Chron. II, S. 493. Brief des Rates an Augsburg. ee ſchätzte die Nürnbergiſchen Reiſigen auf 600. Städte⸗Chron. II, S. 495 3) Nach Albrechts Schätzung 4500 Mann.;
) Dieje Zahl gibt Albrecht an, Städte⸗Chron. II, S. 495, während der Nürnberger Hauptmann Jobſt Tetzel die Zahl der markgräflichen Reiter auf 550 geſchätzt hat. Möglicherweiſe hat Albrecht 2 Reiter ſeiner Vorhut nicht mitgerechnet.
5) Nach der Schilderung Albrechts iſt er auf dem Rüczuge angegriffen worden, nach der Behauptung des Nürnberger ee, Jobſt Tetzel haben die Markgräflichen zuerſt„mit großem Geſchrei“ die anſtürmenden Nürnberger Reiſigen angegriffen. Nach der ganzen 1 iſt die Behauptung Albrechts wahrſcheinlicher.
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