566 Der Städtekrieg.
Windsheim und Dinkelsbühl im{teten Hin⸗ und Herziehen verwüſtet.“)
Ohne Zaudern beſchloß Albrecht den Kampf zu wagen.
Über Aurach ging es, dem Feinde in wildem Ritte nach; bei Baimhofen ſchon erreichte Albrecht die Gegner. Den Übergang über die Furt der Sulzach erzwang er ſich mit gewaffneter Hand.“)
Als die ſtädtiſchen Reiſigen ſahen, daß an ein Entkommen nicht mehr zu denken war, ſtellten ſie ſich wacker zum Kampfe. Sie hatten den Vorteil des Geländes, denn Albrecht und die Seinen mußten die freilich nicht allzu ſteilen Höhen der Brünſter Nutzung, auf denen ſie hielten, erſt ſtürmen.“)
Albrecht war den Seinen vorausgeritten; er hatte, um nicht ſofort erkannt zu werden, ein Bauernhemd über den Panzer geworfen. Neben ihm ritt Graf Sigismund von Gleichen und ein anderer Ritter. Die Städter nahmen die Herausforderung an; drei tapfere Patrizier ritten aus dem Haufen der ſtädtiſche Reiſigen dem Markgrafen und ſeinen Begleitern entgegen. In wildem Anprall trafen ſich die Vorkämpfer.“)
1) Städte⸗Chron. II, S. 214, vgl. Anm. 1.
2) v. Eyb, Denkwürdigk. S. 129.
3) Der Situationsplan der Schlacht nach v. Eyb, Denkw., S. 129, und Eikhart Artzt, Chron. v. Weißenburg. Qu. u. Erört. z. bayr. Geſch. II. S. 167 Die Brünſter Nutzung liegt zwiſchen dem Kloſter Sulz und dem Weiler Brünſt. Das Treffen fand ſüdlich von Bartenberg unweit Baimhofen ſtatt.
) Riedel(Monatsberichte d. Berliner Akademie 1867, S. 555 ff.) ſucht mit unendlicher Mühe nachzuweiſen, daß der Schlachtbericht des Aeneas Silvius(Kollar, 420—423) durchaus erdichtet wäre. Da Aeneas Silvius, der zweifellos ſonſt zu Übertreibungen neigt, bei dieſem Berichte ausdrücklich erklärt, Markgraf Albrecht habe ihm während eines gemeinſamen Rittes von Neuſtadt nach Wien(1452) die Schlacht ge ſchildert, ſo hätte Riedel doch etwas vorſichtiger ſein müſſen, ehe er den ganzen Bericht in Bauſch und Bogen in das Reich der Fabel berwieſen
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