570 Der Städtekrieg.
In der Tat benahm ſich Albrecht ritterlich gegenüber dem beſiegtem Gegner, trotzdem er doch durch das Verhalten der Nürnberger nach dem Siege bei Pillenreut weidlich gereizt war.
In keinem ſeiner Schlachtberichte vergaß er zu erwähnen, daß die Städter ſich„geſtrenglich gewehrt hätten“.
Aber außer der Mehrung ſeines Kriegsruhmes und der Möglichkeit Gefangene auszutauſchen, brachte ihm dieſer Sieg keinen Gewinn.
„Mit großen Freuden“ hörte wohl ſein Oheim Herzog Heinrich von Landshut die Nachricht von ſeinem Erfolge; mit Eifer ſprach er die Hoffnung aus,„es möge Albrecht weiter ſo gut ergehen, wie es wohl billig wäre“.) Aber der alte Fuchs dachte auch jetzt nicht daran, ſeine ſo oft gegebene Hilfszuſage zu erfüllen.
Gute Handelsbeziehungen zu den reichen Städten erſchienen dieſem Fürſten wichtiger, als alle ſchönen Worte von der Gemeinſamkeit der fürſtlichen und adeligen Intereſſen.“)
Auch Herzog Friedrich von Sachſen kam wohl kaum der Aufforderung ſeines Bruders Wilhelm nach,„dem Allmächtigen für dieſen Sieg zu loben und zu danken“. Ihm konnte dieſer Sieg nur eine Mahnung ſein, die Ausführung ſeiner ehrgeizigen Pläne zu beſchleunigen, bevor der beſte und energiſchſte Freund ſeines Bruders die Städter zum Frieden gezwungen hatte.
Die Parteien ſtanden ſich nach dem Siege wie vor ihm gegenüber; der Sieger ungeſtärkt, der Beſiegte ungeſchwächt. Die Nürnberger ließen ſich, wie ſie den Eidgenoſſen ſchrieben, „Die Niederlage nit zu vaſt kümmern, da das Kriegsläufe ſind“.) Sie rühmten ſich in dieſer Zeit ſogar den Frankfurter
) K. B. Reichsarchiv, Fasc. XXII, Nr. 171. ?) K. B. Reichsarch., Fasc. XXII, Nr. 171.
) Lügerner St.⸗A., Deutſches Reich, Nr. 11. v. Liebenau, Die Beziehungen der Schweizer Eidgenoſſenſch. Geſchfr. XXXII, S. 85—86.
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