Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1911)
Entstehung
Seite
572
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572 Der Städtekrieg.

des Rates Jörg Haller, Konrad Paumgartner, Jörg Derrer

und Anton Talner ein; Konrad von Heideck erſchien in eigener Sache. 2 Da aber die Fürſtenpartei die Kommiſſion um Zu⸗ 8 ſendung eines Geleitsmannes erſucht hatte, wurde der Tag K. auf den 19. April verſchoben.). Die Biſchöfe von Salzburg und Ehiemſee, 0 80 Al⸗ il brecht von München, die königlichen Räte Hans von Neit⸗ b perg und Ulrich Riederer eröffneten am 21. April im Auftrage 9 des Königs die Verhandlungen; die fürſtlichen Kommiſſare hatten 54 ihrer Räte zu den Beratungen hinzugezogen. Nach d einigen Verhandlungen wurde auch die Zulaſſung der Boten 1 der neutralen Städte in den Beratungsſaal beſchloſſen. Dann 21 gaben die Abgeordneten ihre Vollmachtsbriefe ab: Dr. Knorr al für Markgraf Albrecht, Hans von Erlebach für den Erzbiſchof von Mainz, Hans von Enzenberg für den Markgrafen von* Baden, Graf Kraft von Hohenlohe für Ulrich von Württem⸗ N berg; auch die Städteboten übergaben ihre Vollmachten. N Nach Erledigung der Formalitäten verlangten die fürſtlichen Boten eine geheime Verhandlung. Dieſe führte A aber zu keinem Egebniſſe, ſo daß Gregor Heimburg für den 80 nächſten Tag auf Offentlichkeit der Verhandlung beſtand. Am Abend ſandte Herzog Albrecht von München ſeinen 5 Rat Maxelrainer zu den Städteboten mit dem Erſuchen, nicht ni auf einer rechtlichen Entſcheidung zu beſtehen, ſondern in eine gütliche Vermittlung zu willigen. Zi Die Städteboten lehnten dieſen Vorſchlag jedoch ein⸗ we mütig ab. Ri Vergebens verſuchte der Herzog perſönlich ſie umzu­ſtimmen; er ſtellte ihnen vor, daß bei den Unruhen im 2 eigenem Lande der König vorläufig gar nicht daran denken f könnte, ihren Wunſch zu erfüllen und als Schiedsrichter in 1 i

das Reich zu kommen.

) Nürnberger Kr.⸗A., S. I, R. I. Nr. 14, S. 41 ff...