Der Städtekrieg: 581
darunter 17 Nürnberger, konnte Absberg nach Schwabach führen; die Rothenburger allein hatten vier Tote zu betrauern gehabt.“) AN
Im Juni unternahmen Albrechts Bündner den großen Zug, den ſie bereits im Januar während des Heidelberger Tages verabredet hatten.?) Mit zwölftauſend Mann zu Roß und Fuß, ſo ſchrieben die Städter einander, belagerten der Erzbiſchof von Mainz, die Markgrafen von Baden und Graf Ulrich von Württemberg Heilbronn. Unermeßlichen Schaden fügten ſie dem Städtchen zu.“);
Solche Erfolge mochten Albrecht den Mut geben, auch den Nürnbergern einmal die Stirne zu bieten. Wie hoch er die Wehrhaftigkeit dieſes Gegners jetzt einſchätzte, zeigten ſeine Vorbereitungen zum Kampfe. Er bot 5000 Bauern auf, ließ eine große Wagenburg herrichten und ſammelte wohl 800 Reiſige um ſich.“)
Am 20. Juni zogen die Nürnberger wieder mit ganzer Macht aus. Vor Gmünd hielt die Wagenburg; die Nürnberger Reiſigen ſtürmten den Kirchhof des Dorfes, rückten dann auf Waſſerzell, brannten das Dorf nieder und ſtürmten ſeinen Kirchhof. Als die Reiſigen aber weiter nach Spalt zogen, um auch dort zu brennen, warf ſich Albrecht mit 400 Reitern ihnen entgegen und zwang ſie zum Rückzuge auf ihre Wagenburg. Albrecht hatte ſeine Wagenburg zuſammen mit einem Teile ſeiner Reiſigen an die Furt der Rednitz bei Hembach geſandt, um den Nürnbergern den Rückzug abzuſchneiden. Als er die feindlichen Reiſigen aus Spalt vertrieben hatte, eilte auch er
a) Nürnberger Kriegsbericht und Rothenburger Chronik geben die Verluſte gleich an, Hans von Absberg meldet aber nur den Gewinn von 40 Pferden.|';
) Witte, Reg. III, 7078. ) Witte, Reg. III, 71187128.
) Roſenblüt, Das Treffen bei Hembach. Liliencron, Hiſtor. Volkslieder I. Nr. 93, Vers 221222.|