Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1911)
Entstehung
Seite
584
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584 Der Städtekrieg.

Die königlichen Kommiſſare, die in München die Ver­handlungen geleitet hatten, waren auch in Bamberg erſchienen, nur der Erzbiſchof von Salzburg und Herzog Albrecht von. München ließen ſich durch vertraute Räte vertreten.

Große Hoffnung ſetzten die Kommiſſare auf die Tätig­keit des Biſchofs von Würzburg, der, obgleich er Helfer der Stadt Nürnberg war, von beiden Parteien Ende Mai als Ver­mittler anerkannt wurde. Auch Pfalzgraf Friedrich war mit ſeinen vornehmſten Räten, dem Deutſchmeiſter Jobſt von Ven­ningen, dem Grafen von Leiningen, Peter von Talheim und Ulrich von Roſenberg als Vermittler auf dem Tage erſchienen.

Die Biſchöfe von Bamberg und Eichſtätt, Herzog Albrecht von Sſterreich, Herzog Otto von Bayern, Markgraf Jakob von Baden, Graf Ludwig und Ulrich von Württemberg waren zu Beginn des Tages perſönlich nach Bamberg gekom­men. Die Städtevereinigung war durch die bewährteſten und trefflichſten Bürger der größeren Bundesſtädte vertreten.

Wie auf den früheren Tagen, führten die öffentlichen Verhandlungen zu keinem Ergebniſſe.

Die Vermittler ſchlugen daher den beiden Parteien vor, Vertrauensmänner zu ernennen, die dann gemeinſam einen Ausgleich verſuchen ſollten.

Die fürſtliche Partei ordnete in den Ausſchuß ab: Die Biſchöfe von Bamberg und Eichſtätt, den mainziſchen Rat Hans von Exlebach, den Rat Herzog Wilhelms, Apel Vitzthum, die Räte Albrechts, Dr. Knorr und Heinz von Aufſeß und den badiſchen Rat Hans von Enzenberg, der an früheren Tagen auch bereits das Wort als Vertreter des gemeinen Adels er­griffen hatte.)

Die Städteboten ſandten als Vertreter: Die Räte des Biſchofs von Würzburg den Kanzler Friedrich Schultheis, den Hofmeiſter Jörg Fuchs, Dr. Gregor Heimburg und

) Vgl. Heidelberger Tag.