Der Städtekrieg. 589
ſiegeln. Die Städteboten erklärten aber, daß auch die Verträge mit den anderen Fürſten nur gültig ſein ſollten, wenn auch des Württembergers Streit mit Eßlingen beigelegt würde.
So ritt denn der Pfalzgraf Friedrich mit den mainziſchen und badiſchen Räten nach Marbach zum Grafen Ulrich. Aber der jähzornige Fürſt wollte keinen Waffenſtillſtand, alles Drängen war vergebens.)
Auch Eßlingen fühlte ſeine Intereſſen preisgegeben und wollte zuerſt gleichfalls den Waffenſtillſtand nicht eingehen.“)
Ende Juni verwüſteten Graf Ulrich und die Markgrafen von Baden mit 8000 Mann die Umgebung von Wimpfen und Reutlingen.„Es iſt zum Erbarmen“, ſo ſchrieb Hans Einkürn an Nördlingen,„daß von der Sach wegen alle Sach ſollen zerſchlagen werden“.
Schließlich gelang es den Städteboten Eßlingen zur Annahme der Bamberger Richtung zu bewegen, alle weiter gehenden Forderungen des Gegners lehnte die Stadt energiſch ab.“)
Aber auch Graf Ulrichs Verbündete und Freunde wollten den für ſie und ihn günſtigen Vergleich durch ſeinen Starrſinn nicht wieder auseinandergehen laſſen. Der Pfalzgraf, die Markgrafen Albrecht und Johann, Herzog Otto von Bayern, die Biſchöfe von Bamberg und Eichſtätt übernahmen gemeinſchaftlich Bürgſchaft dafür, daß der Graf den Waffenſtillſtand halten würde und ſiegelten den Vergleich für ihn.“)
Am 3. Juli mit Sonnenaufgang begann der Frieden.
Abkühlung der Leidenſchaften und Ruhebedürfnis, nicht
) Berliner Hausarchiv, Bamberger Richtung.„Um die Sach ift groß Span geweſen.“
2) Witte, Reg. III, 7141.
3) Witte, Reg. III, 7142.
) Berliner Hausarchiv, Bamberger Frieden. Sie taten damit nichts anderes, als was die Städteboten Rottweil und Schaffhauſen gegenüber getan hatten.