Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1911)
Entstehung
Seite
593
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Der Städtekrieg. 598

weſen, ſo war im Laufe des Krieges und der Verhandlungen Albrechts Sache die der Fürſten und des Adels geworden.

Ob für Albrecht der Vergleich günſtig oder ungünſtig ausfiel, das war damals allen ein Zeichen für Erfolg oder Mißerfolg ihrer Anſtrengungen und des ganzen Krieges.

Nicht wie Nürnberg mußte Albrecht jeden Fremden, der für ihn kämpfte, ſeine Dienſte bezahlen. Unter ſeinen Fahnen ſtritt mancher Edle um der Sache und um ſeinet­willen; ſo war auch ſeine Kaſſe am Ende des Krieges nicht völlig erſchöpft.;

Während auf den Städtetagen faſt jede Stadt die andere wegen mangelhafter Hilfeleiſtung verklagte, die Stimmung unter den Bundesſtädten immer gereizter wurde, hatten die Beziehungen Albrechts zu ſeinen Bündnern nichts von ihrer alten Herzlichkeit verloren.

Wenige Tage vor dem Abſchluſſe des Vergleiches ver­bündeten in Bamberg er und ſein Bruder Johann ſich auf 5 Jahre mit dem Biſchof Anton von Bamberg, Herzog Al­brecht von Öfterreidh, Herzog Otto von Bayern, Markgraf Jakob von Baden, den Grafen Ulrich und Ludwig von Württemberg. Friedliche Schlichtung zukünftiger, möglicher Streitigkeiten zwiſchen den Bündnern wurde vereinbart. Aber auch Streitigkeiten eines Bündners mit einem dem Bunde Fernſtehendem ſollten vor Beginn eines Krieges dem Urteile der anderen Bündner unterworfen werden, bevor dieſe zur Hilfe verpflichtet wären. Würde aber einer der Bündner angegriffen, ſo ſollten ihn die Anderen ohne Verzug mit ganzer Macht zur Hilfe eilen und nur gemeinſam ſollten alle Bündner Frieden ſchließen. Beſtimungen über die Verteilung gewonnener Schlöſſer und über gemeinſchaftliches Vorgehen gegen Räuber wurden gleichfalls getroffen.)

So ſtanden die Fürſten einiger und geſchloſſener noch

) Bamberger Kr.⸗A., G. 1, K. 28, L. 3, Fasc. 1, Chmel, Ma­terialien, Bd. 2, S. 318318.

Markgraf Albrecht Achilles J.