Durch Kampf zum Frieden.
erklären laſſen wollte, um ſich auf neuer Grundlage Wr ſeinem Bruder einigen zu können.
Der Kurfürſt wollte den Kampf; ſeine Leute aer und plünderten in dem Lande des Herzogs. Forderte der Herzog Auslieferung der Friedensbrecher,) fo antwortete ihm der Kurfürſt höhniſch mit der Forderung, die Amtleute, die bei der Verfolgung die Grenze überſchritten hätten, vor das kurfürſtliche Gericht zu ſtellen,„widrigenfalls er ſich ſolcher Maaßen gegen ie halten würde, daß er Wandel von ihnen he: käme“.)
Am 4. März 1450 ſchloß Herzog Wilhelm in Sangershauſen mit den Markgrafen Friedrich, Johann und Albrecht einen Vertrag zum Schutz und Trutz gegen den Bruder.“) Auf die fränkiſchen Markgrafen war damals freilich nicht zu rechnen, aber des Brandenburgers Unterſtützung war wertvoll.
Auch der Kurfürſt ſuchte Hilfe. Beſonders eng ſchloß er ſich an den König an. Schon im Januar 1450 hatte König Friedrich ihm ein Mandat an verſchiedene Fürſten Norddeutſchlands übergeben, das ihnen befahl, dem Kurfürſten von Brandenburg, die Lauſitz mit Gewalt zu entreißen.“) So ganz vergaß der König die Dienſte, die ihm die Markgrafen in ſeinen Verlegenheiten geleiſtet hatten. Im Juli geſtaltete ſich die Verbindung zwiſchen König und Kurfürſt noch inniger. Ein Ehebund zwiſchen Eliſabeth, der Tochter König Albrechts, dem Mündel König Friedrichs und dem Prinzen Friedrich von Sachſen wurde verabredet.“) Dreißigtauſend Gulden vom Hei— ratsgute ſchenkte der Kurfürſt dem Könige zur perſönlichen
) Dresdener St.⸗A., Kop. 36, S. 125126.
) Dresdener St.⸗A., Kop. 36, 85 126.
) v. Raumer, Cont. I. S. 226227. Orig. Bamberger Kr. A—S. 1, K. 28, L. 6, Fasc. 2.
Dresdener St.⸗A., Ser. 4331. Das Mandat ſcheint ungebraucht, Friedrich hat es alſo jedenfalls nicht abgeſandt.
) Chmel, Materialien zur öſterr. Geſch., I, Nr. 184.