Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1911)
Entstehung
Seite
603
Einzelbild herunterladen

hm zu, dieſer g und lusſöh­grafen rweſer

m der Vor­

en, die Sicher ander

gegen

if, um eilen ilhelm einem

Erſt nicht Land e Wil­0

rialien Koh. Terrae grafen

te das

Durch Kampf zum Frieden. 603

Trotz dieſer zweideutigen Antwort eilte der Kurfürſt mit einem ſtattlichen Heere nach Böhmen.

Aber die katholiſchen Böhmen hatten ſich gegen Podie­brads Übermacht nicht ſo lange halten können; ſie wähnten ſich von ihrem ſächſiſchen Bündner verlaſſen.

In dem auf Schloß Wilſtein mit Podiebrad geſchloſſenen Waffenſtillſtande ſagten ſich die katholiſchen Böhmen feierlich von Kurfürſt Friedrich los, ſchloſſen nicht einmal ſein Land in den Waffenſtillſtand ein.)

Als der Kurfürſt der böhmiſchen Grenze nahte, traf ihn die Schreckenskunde. Sein Freund Ulrich von Roſenberg ſelbſt mahnte ihn ab, weiter zu ziehen.)

Eilende Boten, die ihm nachgeritten waren, brachten aus dem eigenen Lande gleich ſchlechte Nachricht.

Graf Heinrich von Schwarzburg hatte ihm entboten, daß er nicht länger zuzuſehen gedächte, wie ſeine Feinde von dem kurfürſtlichen Gerichte Burgau aus ungeſtraft ihn ſchädigten, und daß er ſie von nun an dort aufſuchen wollte; für den Scha­den, der durch die Beſtrafung der Schuldigen den Kurfürſten entſtände, gedächte er nicht aufzukommen.) Die vornehmſten Räte Herzog Wilhelms, Bernhard Vitzthum, die Grafen Adolf und Sigmund von Gleichen, Georg von Hopfgarten, Hans von Hohenſtein, ſchloſſen ſich als Helfer Schwarzburgs dieſerAb­klage an.)

) Palacky, Geſch. v. Böhmen, IV. S. 240.

.) Dresdener St.⸗A., Kop. 36, S. 135. Aus einem Briefe des Erzbiſchofs von Magdeburg an Markgraf Friedrich. Vgl. Fontes rer. austr. XX, 2, S. 10.

) Dresdener St.⸗A., Kop. 36, S. 135. N*) Dresdner St.⸗A., Kop. 36, S. 135. Die Darſtellung bei Böt­f Geſch. von Sachſen und Thüringen. I. S. 387, nach der Kur: 15 it Friedrich ohne Urſache den Waffenſtillſtand gebrochen hat, iſt alſch. Vgl. auch Stolle, Erfurtiſche Chron. S. 31.