Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1911)
Entstehung
Seite
609
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Durch Kampf zum Frieden. 609

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Podiebrad, kaum daß er zum Führer des huſſitiſchen Bundes ernannt worden war, ſeinen Haß.)

Gern ſchloß er ſich deshalb 1450 der Fürſtenvereinigung gegen den Kurfürſten an; aber er hütete ſich wohl nur als Helfer dieſer Vereinigung ihm abzuſagen.

Böhmiſches Blut durfte nur für die Intereſſen Böhmens fließen.

Als Landverweſer des Königreiches, forderte er von dem Kurfürſten 64 Städte und Schlöſſer zurück. Sächſiſche Kurfürſten waren von früheren böhmiſchen Königen mit dieſen Beſitzungen belehnt worden,) Kurfürſt Friedrich aber erkannte dieſe Lehensherrlichkeit nicht mehr an.

Friedrichs Bündner, die katholiſchen Böhmen, die ſich allzu ſehr auf des Kurfürſten Hilfsverſprechen verlaſſen hatten, zwang Podiebrad in wenigen Wochen zum Frieden; dann wandte er ſich gegen Meißen.

Kurfürſt Friedrich hatte beabſichtigt, die Räte ſeines Bruders, die ihm Abklagebriefe geſandt hatten, zudämpfen, abzumatten und zu demütigen,) bevor die Böhmen ihnen zur Hilfe eilen konnten.

Er hatte aber die Widerſtandskraft der Herren unter­ſchätzt.)

Wohl verbrannte er die Dörfer Bernhard von Vitzthums

) Palacky, Geſch. v. Böhmen, IV, S. 192 und 281.

) Vgl. Näheres bei Märcker, Das Burggrafentum Meißen, S. 362, balach, Geſchichte v. Böhmen, IV, S. 248.243. Bachmann, Fontes rer. austr. II, Bd. 44, S. 14.

) Jop ius, Chron. Schwartzburgicum, a. a. O., S. 519.

) Chronicon Vetero Cellensis und Hartung Kammermeiſter 1 a. O., geben an, daß Herzog Friedrich gezogen wäre: Pforta, Wicker­edt, Mellingen, Ilmenau, Molsdorf, Gleichen. Konrad Stolle: Oſter­

feld, Kamburg, Roßla, Mellingen, Ichtershauſen, Ilmenau, Molsdorf, Ilmenau Gleichen.

Morkaraf Albrecht Achilles 1. 39