Durch Kampf zum Frieden.
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um Mellingen; aber das Schloß konnte er nicht einnehmen.“)|
Ebenſo vergeblich belagerte er Heinrich von Schwarzenburgs Feſte Ilmen,) deren Beſatzung ſich wacker wehrte.“
Auch die Schlöſſer der Grafen Adolf und Siegfried von Gleichen konnte er nicht nehmen,“) obgleich die Erfurter die günſtige Gelegenheit ergriffen, ſich an ihren alten Gegnern zu rächen und mit ihm gemeinſam die Burgen belagerten.)
Freilich ein Schutz⸗ und Trutzbündnis auch gegen Herzog Wilhelm wollten die Erfurter nicht eingehen,“ zumal gerade damals die Wage des Kriegsglückes ſich auf des jüngeren Bruders Seite zu neigen begann.
Herzog Wilhelm und Heinrich von Schwarzburg hatten bei Burgau ihre Truppen geſammelt. Nachdem fie die Umgebung des Schloſſes ausgeplündert und niedergebrannt hatten,) wandten fie ſich gegen das Stift Naumburg, deſſen Biſchof treu zu dem Kurfürſten hielt. In früheren Kriegen
1) Chron. Vetero Cellensis, Menden II, S. 425 und H. Kammermeiſter, Mencken III, S. 1202. Dagegen behauptet Stolle, a. a. O., S. 31, Bernhard Vitzthum habe, um dem Kurfürſten die Furagierung abzuſchneiden, die Dörfer ſelbſt niedergebrannt.
2) Löbe, Vom Bruderkriege 14461451. Mitteilungen der Geſchichts⸗ und Altertumsforſchenden Geſellſchaft d. Oſterlandes, X, S. 169.
2) Chron. Vetero Cellensis, Menden II, S. 425, behauptet, Kur“ fürſt Friedrich habe das Schloß 3 Wochen belagert, dagegen gibt Stolle a. a. O., S. 3132, an, der Kurfürſt habe das Schloß zuerſt drei Tage belagert,{ei abgezogen und ſei ſpäter noch einmal hingezogen. Vgl. auch Jovius, Chron. Schwartzburg. uſw., S. 519 ff.;
4) Kammermeiſter, a. a. O., S. 1202, Gleichen und Burgtonna. Auch die an Buſſe von Vitzthum von Herzog Wilhelm verpfändeten Wachſenburgiſchen Güter bei Holzhauſen wurden bös heimgeſucht. Löbe, Vom Bruderkriege 14461451, a. a. O., S. 169.
5) Schmidt, Die Zerſtörung der Stadt Gera uſw., S. 317.
6) Stolle, a. a. O., S. 32.
9) K. B. Reichsarchiv, F. XXV, Nr. 242, Dresdener St⸗ A Kop. 36, S. 149151.;
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