weiten ſt aus Herzog
Am inrichs archiv,
e Ber
ig von abe wäre.
heros
Durch Kampf zum Frieden. 615
Aber auch dieſes Schloß mußte ſich bald ergeben. Hans von Hohenſtein, Hans von Blankenberg und Veit von Obernitz wurden gegen Graf Ludwig von Gleichen ausgetauſcht,) der bei der Belagerung Geras gefangen genommen war.
Die Schlöſſer Blankenhain und Ehrenſtein des Grafen erhielten aber während der Dauer des Krieges Beſatzungen aus dem Heere Herzog Wilhelms.) Ein mächtiger Parteigänger wurde ſo dem Kurfürſten entzogen.
Herzog Wilhelm hatte ſich ſo ſchnell mit dem Grafen ausgeſöhnt, weil gerade damals ſein Bruder zu energiſcher Wiedervergeltung ſich erhoben hatte.?) Kurfürſt Friedrich hatte vier Wochen mit nutzloſem Hilfeſuchen und Verhandeln verſäumt. Seinen Schwager König Friedrich hatte er angefleht, ihn gegen das furchtbare Unrecht, daß ihm widerfahre, Zu ſchützen, und die Macht der Reichsſtädte zu ſeiner Hilfe aufzubieten.) Den Reichsſtädten ſelbſt bot er durch die Vermittlung des Biſchofs von Würzburg nochmals ein Schutz⸗ und Trutzbündnis an. Wohl galt der Kurfürſt den Reichsſtädten als„gar ein kriſtenlich Fürſt, der zu guten Dingen geneigt Tei”;°) wohl hätte auch ihrer Eitelkeit ein Bündnis mit dem Schwager des Königs geſchmeichelt,) aber die Wunden, die ihnen ſoeben erſt der Krieg geſchlagen hatte, waren noch allzu friſch, als daß ſie um eines Fremden willen zum Schwerte gegriffen hätten.! Vor allem hatte ſich der Kurfürſt bemüht, Herzog Al
9 Schmidt, Die Zerſtörung der Stadt Gera, S. 359. Hohenſtein muß darnach während der Belagerung Blankenhains aus dem Schloſſe gebracht und Heinrich von Gera übergeben worden ſein. Möglicherweiſe iſt er bei einem Ausbruchsverſuche gefangen genommen worden.
Y Bachmann, Fontes rer. austr. II, 42, S. 75. Stolle, a. a. O., S. 36. : 3%) Dresdener St.⸗A. Kop. 36, S. 149—151. 9 Bachmann, Font. rer. austr. II, 42, S. 77. Nürnberger Kr.⸗A., Briefbücher, 21, S. 29.