Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1911)
Entstehung
Seite
625
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Durch Kampf zum Frieden. 625

langen ſollten, erklärten ſich Markgraf Friedrich und Albrecht bereit, je ein Drittel des Betrages dem Herzoge zu vergüten.)

Beide Parteien gaben ihre Eroberungen zurück und ver­pflichteten ſich, von nun an künftige Streitigkeiten nach den Beſtimmungen ihres Bundesbriefes auszutragen.

Der Zerbſter Vertrag zwiſchen den Kurfürſten von Sachſen und Brandenburg wurde noch einmal ausdrücklich be­ſtätigt.; Die Streitigkeiten zwiſchen Herzog Wilhelm und dem Biſchof von Naumburg?) ſowie die zwiſchen dem Kurfürſten und Heinrich von Schwarzburg ſollte Landgraf Ludwig von Heſſen und der Abt von Hersfeld innerhalb 6 Monaten ent­ſcheiden.) 17000

Noch am gleichen Tage erneuerten die ſächſiſchen Fürſten und die Markgrafen ihr altes Bündnis.) Die Art der Hilfe­leiſtung wurde näher beſtimmt. Ausdrücklich wurde hervor­gehoben, daß ſämtliche Fürſten verpflichtet ſein ſollten, dem Markgrafen Albrecht wider die Städte zu helfen, wenn dieſe ſich der Entſcheidung des Königs nicht fügen wollten. Wünſche aber Albrecht gegen die Städte des Entſcheides halber Krieg zu führen, ſo ſollte er vorher auf ſeine Bündner Recht bieten.

Überhaupt ſollten bei jedem Angriffskriege die Bünd­ner nur zur Hilfe verpflichtet ſein, wenn ſie bevollmächtigt wären, für den Angreifer Recht zu bieten.

An den dauernden Beſtand dieſer Erbeinigung glaubten trotz allen eidlichen Bekräftigungen anfänglich nicht einmal alle Beleiligten. 5 3

Stolle a. a. O., S. 40. Schmidt, Zerſtörung von Gera,

S. 334.

2) Die Forderungen des Biſchofs von Naumburg bei Löbe. Vom

Vruderkriege 14461451, a. a. O., S. 173175. Riedel, Cod. dipl. II, 4, S. 457460. Der Landgraf von Heſſen derkündete dieſen Vergleich als Vermittler.| Riedel, Cod. dipl. IT, 4, S. 445451. Das alte Bündnis war vom 18. Juli datiert. 8 85 1

Markgraf Albrecht Achilles l. 40