Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1911)
Entstehung
Seite
626
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626 Durch Kampf zum Frieden.

Da die Markgrafen die Gültigkeit des Bündniſſes ohne jede Einſchränkung wünſchten und ſelbſt Papſt und König nich ausnehmen wollten, ließ ſich Kurfürſt Friedrich von ihnen be ſtätigen, daß fie ſeine Hilfe gegen den König nie in Anſpruß nehmen wollten.).

Die Markgrafen hingegen einigten ſich mit Herzog Wil­helm dahin, daß ihr Sangershauſener Bündnis gegen Herzog Friedrich trotz der gemeinſchaftlichen Erbeinigung mit ihm gültig bleiben ſollte.)

Dieſe Vorſichtsmaßregeln erwieſen ſich in der Folgezeit als durchaus unnötig.| N f

Herzog Wilhelm lud ſeinen Bruder nach Abſchluß der Erbeinigung ein, ihn auf Schloß Weißenfels zu beſuchen;dort tat er ihm gar gütlich und die Brüder waren freundlich mit­einander.)

Beim Fortreiten erſuchte der Kurfürſt den Herzog, die Faſtnacht in Leipzig verbringen zu wollen.}

Während auf Straßen und Plätzen Freude und Luſtbar­keit ſich austobte, ſaßen die Brüder allein zuſammen und ſpra­chen ſich aus. Gar mancher, meint der Chroniſt, hat ſpäter dieſe Ausſprache bitter empfinden müſſen, aberdie Brüder ſchie­den in brüderlicher Liebe und Treue voneinander.

Für ihr ganzes Leben hatte dasfeurige Jahr, das ſo viel Unheil über die ſächſiſchen Länder gebracht hatte, die Freundſchaft der Brüder gehärtet.;,

Auch für Albrecht war die Verſöhnung der Brüder eim Gewinn. Kurfürſt Friedrich hielt es fortan nicht mehr mit den Reichsſtädten, ſondern trat auf ſeine Seite.)

) Riedel, Cod. dipl. II. 4, S. 457. Vgl. Bamberger Kr. S. 1, K. 28, L. 6, Fasc. 2.

2) Riedel, Cod. dipl. II, 4, S. 445.

3) Hartung Kammermeiſter, a. a. O., S. 1206.

) Chronicon Vetero Cellensis, a. a. O., S. 427. 8

5) Dresdener St.⸗A., Nr. 4330. So forderte Albrecht am 21. Sert. 1452 den Kurfürſten auf, zu dem vom Kaiſer angeſetzten Tage ihm