Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1911)
Entstehung
Seite
629
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Durch Kampf zum Frieden. 629

auf die Ablehnung ſeines Vorſchlages ließ nicht lange auf ſich wartenñxĩ]1 HE 1 N

Kaum aus Sachſen zurückgekehrt, ſchrieb er am 23. De: zember der Tagſatzung, daß er alswiſſender Fürſt auf das Gebot desheiligen heimlichen Gerichtes zu Weſtfalen ge­nötigt wäre, ſeinem Diener Hans von Purg zu geſtatten, in ſeinem Lande auf die Güter aller Windsheimer Bürger Be­ſchlag zu legen, bis er die gegen den Windsheimer Kraft Pran­ner erſtrittene Forderung von 800 Gulden eingebracht hätte.) Am gleichen Tage ſchrieb er den Städten, daß ſie gegen das von Engelhart von Seinsheim vor den weſtfäliſchen Ge­richten erſtrittene Urteil mit Unrecht einwendeten, daß durch die Richtung auch die Forderungen des Seinsheim erledigt wären. Da Seinsheim niemals ſein Helfer geweſen ſei, er­ſtrecke ſich die Richtung keineswegs auch auf ihn?)

Si vis pacem, para bellum,) das predigte immer von neuem der Nürnberger Rat ſeinen Bündnern. Frieden, Nutzen, Ruhe und Gemach verſprachen ſich die Städte auch von dem Bündniſſe, das gerade damals ihnen Pfalzgraf Friedrich anbot. Ai Der Pfalzgraf, der ſich nicht zwecklos, mit den anderen Fürſten verfeinden wollte, verlangte, daß die Verhandlungen über das Bündnis ganz im Geheimem geführt werden ſollten.) Albrechts Verdacht aber wurde ſowohl durch das unauf­hörliche Hin⸗ und Herziehen des Pfalzgrafen in den Reichs­ſtädten,) ſowie durch die Rüſtungen Nürnbergs erregt. Er befahl ſeinen Bauern, mit ihrer Habe und ihrem Getreidevor­

) Nördlinger St.⸗A., Städtebundakten 1452, Nr. 91. ) Nördlinger St.⸗A., Städtebundakten 1452, Nr. 11.

) Bachmann, Fontes rer. austr. II, 42, S. 85.So man

dns erkennt, uns Krieg und Unbill deſto beſſer vertragen wer­

) Nürnberger Kr.⸗A., Briefbücher XXI, S. 192193. ) Bamberger Kr.⸗A., Märkers Katalog 1904, Nr. 155.