Durch Kampf zum Frieden.
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Aberdar und als Wortführer Dr. Peter Knorr abgeordnet.
Schon im Beginne ſeines Regimentes hatte Albrecht Dr. Peter Knorr angeſtellt und in hervorragender Stellung verwandt.) Doch ſcheint er feine Fähigkeiten damals nicht voll gewürdigt zu haben. So trat Dr. Knorr in die Dienſte Nürnbergs, wo ihm aber ſeine alten Beziehungen zum markgräflichen Hofe nur ſchadeten. Der Rat Nürnbergs traute dem Manne nicht, den man in der Stadt der Hinneigung zum fränkiſchen Adel bezichtigte.) Auf einem Tage in Mühlhauſen vertrat Dr. Knorr Herzog Wilhelms Sache. Keinen leichten Stand hatte er damals gehabt, aber zäh und ſchlagfertig hatte er ſich gegen voreingenommene und ungerechte Richter gehalten, die ihm als Geiſtlichen in weltlichen Dingen nicht das Wort gewähren wollten.) Damals hatte die Art des Mannes Albrecht ſo gut gefallen, daß er ihn veranlaßte, wieder in ſeinen Dienſt zu treten.. 5 Kaum hatte Dr. Knorr ſeine Stellung in Nürnberg niedergelegt, als ihn Albrecht zum Kanzler ernannte; bald darnach gab er ihm die Ansbacher Propſtei.
Es macht der Menſchenkenntnis Albrechts Ehre, daß Dr. Knorr dieſes außergewöhnliche Vertrauen mehr als zwanzig Jahre nicht enttäuſchte. Freilich, als ſpäter Nürnberg ihm eine reiche Pfründe zuwandte,“) ſpielte Knorr in Ansbach eine
1) Würzb. Kr.⸗A., libr. divers. form., Tom. 9a, Fol. 2122. Während Albrecht 1443 außer Landes war, hatte er ihn, mit Hans von 2 N und Reinbold von Wemdingen zuſammen, als Statthalter eſtellt. 1; 1
) Janſſen, Frankfurter Reichskorreſp. II, S. 102. 3) Kammermeiſter a. a. O., S. 1196.
) Auch der Erzbiſchof von Trier gab dem geſchickten Manne eine Pfründe. Er war alſo gleichzeitig Pfarrer zu St. Lorenz in Nürnberg, Propſt zu Wetzlar und Scholaſticus zu Ansbach. Hr
Jakobi, den Chorherren Wenzel Reman, Hans von Seckendorf