Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1911)
Entstehung
Seite
641
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Durch Kampf zum Frieden. 641

Pius hatte rückhaltslos für den Biſchof Partei genommen, mit immer härteren geiſtlichen Strafen den trotzigen Fürſten und ſeinem Anhang belegt. N

Der Wortführer des Herzogs war Gregor Heimburg. Er verſchanzte ſich nicht hinter ſeinen Auftraggeber, mit breiter Bruſt ſtellte er ſich ſchützend vor feinen Herrn.

Dem alten Gegner Aeneas Silvius, der jetzt Papſt ge­worden war, bot er, der Mann ohne hohen Rang und Würde, die Stirn; wie ein geiſtiges Duell führte er den Kampf und neue, nie gebrauchte Waffen ſchmiedete er ſich in ihm.

In gelehrten Streitſchriften waren ſchon früher Rechte und Pflichten der Päpſte unterſucht worden, Scholaſtiker und Humaniſten hatten ſchon früher gegen das Papſttum und die Perſönlichkeit eines Papſtes ebnſo bitter und beſchimpfend wie Heimburg geſchrieben.

; Es war meiſt Theologengezänk, das den gemeinen Mann alt ließ. Das Neue in Heimburgs Kampfesweiſe war, daß er ſich in ſeinen furchtbaren Streitſchriften nicht nur an Juriſten, Humaniſten und Theologen wandte, ſondern daß er überall die Geiſter aufrüttelte, ſie zwang, Stellung zu nehmen in einer Frage, die das Gewiſſen jedes Chriſten berührte.

Die tiroliſche Sache des Herzogs wurde Sache des ganzen 1 die Sache Gregor Heimburgs die der ganzen Chriſten­eit.

Es war die erſte Kraftprobe, die die Kurie nach Schluß des Baſeler Konziles im Reiche wagte. Mit Schrecken mußte ſie erkennen, wie ſtumpfdas Schwert der Kirche,) die Ex­ommunikation geworden war, wie wenig Bann und Inter­dikt noch galten, wenn ſie verhängt waren, um geiſtlichen Macht­gelüſten zum Siege zu verhelfen.

) Düx, Nikolaus von Cuſa, J. S. 89.

Aa) Wel. Dittrichs Kritik, Pastor, Geſchichte der Päpste, Hiſtoriſches buch der Görres-Geſellſchaft, XI, S. 327.

Markgraf Albrecht Achilles J.