Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1911)
Entstehung
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Menſchliches fremd iſt, die ſo gerne alles verzeihen, weil fie gelernt haben, alles zu verſtehen.)

In dem Prozeſſe der Stadt Nürnberg mit Markgraf Albrecht hat Aeneas Silvius erſt bei der dritten Verhandlung 1452 eine wichtige Rolle geſpielt, während der erſten Verhand­lung im Januar 1450 weilte er in Trieſt, da er ſich damals nach dem Sturze des Kanzlers Schlick in ſein Bistum zurück­gezogen hatte.

Der Rat von Nürnberg bat ihn, ſich von dort aus für die Stadt beim Papſte zu verwenden.?) An den Kardinal Car­vajal und an den Freund des Aeneas, Michael von Pfullen­dorf, hatte der Rat die Bitte gerichtet, den Papſt zu veran­laſſen, beiden Parteien die Herausgabe ihrer Eroberungen und die Vermeidung künftiger Feindſeligkeiten anzubefehlen. Als Geſandter der Stadt wirkte in Rom der Pfarrer Heinrich Leubing den Bemühungen des Markgrafen Johann entgegen, der zum Jubeljahre nach Rom gereiſt war,) um dort den S. 305 306; als Ethymologe: III, S. 207; als Ethnologe: II, S. 308. als Altertumsforſcher: II, S. 311 und Geiger, Renaiſſance und Hu­manismus, S. 140; Weiß, Aeneas Silvius als Pius II., S. 5455; als Staatsrechtler: Meuſel, Enea Silvio als Publiziſt, a. a. O., S. 81 bis 82; als Kultur⸗ und Rechtshiſtoriker: Gengler, über Aeneas Silvius und ſeine Bedeutung für die deutſche Rechtsgeſchichte, S. 2, 5 und 15; als Humaniſt: Voigt, Die Wiederbelebung des klaſſiſchen Altertums, II, S. 277283 und 311, Weiß, Aeneas Silvius als Papſt Pius II., 6582; als Regent: Reumont, Geſch. Roms III, 1, S. 135, als Bekämpfer der huſſitiſchen Sektierer: Markgraf, Verhältnis König Georgs von Böhmen zu Papſt Pius II., S. 28, Voigt, Arch. f. Kunde öſterr. Geſch.⸗Quell., XII, Gpiſt. 130.

1)Einer der glänzendſten Geiſter des Jahrhunderts, der jedoch der Zeit, des Kampfes mit Welt und Geſchick bedurfte, um ſich zu klären, ſo urteilt Reumont, Aus der Geſch. Aachens, im 15. Jahrh., Zeitſchr. d Aachener Geſch.⸗Vereins, IV, S. 170.

) Nürnberger Kr.⸗A., Briefbücher XXI, S. 152153.

) Nürnberger Kr.⸗A., Briefbücher XXI, S. 148. Der Rat nahm an, daß ebenſo wie Markgraf Johann auch Apel Vitzthum in Romvaſt mehr ihren Glimpf ſuchen, als Eigenſchaft der Dinge mit wahrem Grunde an das Licht legen würde.

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