Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1911)
Entstehung
Seite
711
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Durch Kampf zum Frieden. 711

Ladislaw wurde dem Grafen Cilly überantwortet.

Zum 11. November verabredeten die Parteien einen Tag nach Wien , zu dem die Verwandten und mächtigſten Unter­tanen König Ladislaws geladen werden ſollten, um eine Aus­einanderſetzung zwiſchen Vormund und Mündel zu verein­baren.

Welches Vertrauen konnte Nürnberg haben, daß der höchſte Richter einen gerechten Spruch in ihrer Sache zu fällen wagen würde, wenn dieſer ihm zu ſeinen Verlegenheiten in ſeinen Erblanden noch ſolche im Reiche fügen mußte?

Wohl hatte Kaiſer Friedrich, kaum daß die Belagerung Neuſtadts aufgehoben war, die Stadt und den Markgrafen zum 6. November nach Neuſtadt zu einem gütlichen Tage einge­laden und erklärt, wenn an dieſem Tage keine Einigung zu­ſtande käme, würde er, wie in dem letzten Abſchiede angekün­digt,ſeine Meinung und Spruch öffnen und ferner, wie ſich gebührt, ergehen laſſen was Recht iſt.)

Aber der Kaiſer, der eine ſo ſtolze Sprache führte, hatte kaum eine Woche vorher den Rat herzlich gebeten,ihm zu Lieb zum 11. November nach Wien eine Geſandtſchaft zu ſenden,in den gnotigen Sachen, die vorgefallen wären, ihm Rat, Hilf und Beiſtand zu tun.)

Die Stimmung des Rates kennzeichnet nichts deutlicher, als daß er, während ſeine Boten vor dem Kaiſer ſtanden, mit dem Abte von Heilsbronn über die Höhe der Abfindungsſumme für Albrecht feilſchte. Der Abt forderte 70 000 Gulden; der Rat wollte dem Markgrafen nur für den Fall eine Leibrente zuſichern, wenn er ſelbſt oder für ihn ſein Hofmeiſter ſich mit einigen Reitern der Stadt zum Dienſte verpflichten würde.)

Der Rat gedachte keinesfalls für die Herausgabe der

1) Nürnberger Kr.⸗A., Relationenband 484, S. 361, 2) Nürnberger Kr.⸗A., Relationenband 484, S. 868. 3) Nürnberger Kr.⸗A., Briefbücher XXIII, S. 8082.