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Durch Kampf zum Frieden. 739
Durch die Beanſtandung der Vorladung hatte Albrecht lediglich ein Urteil über die Berechtigung der Nürnberger Klagen unmöglich machen wollen; daß aber auch die Entſcheidung über ſeine Klagen gegen Nürnberg verſchoben wurde, war ihm keineswegs angenehm. Er ließ ſich aber durch dieſen Mißerfolg nicht abſchrecken.
Er verſuchte zuerſt ſeine Klagen gegen die Stadt trotz der Entſcheidung vorzubringen. Als die Nürnberger ſich zu antworten weigerten, erklärte Albrecht, daß wenigſtens ſeine
Klagen gegen ſeine Nürnberger Lehensleute verhandelt werden
müßten. Dieſe Klagen könnten in der Entſcheidung unmöglich einbegriffen ſein, da ſie bisher überhaupt noch nicht beſprochen worden wären.
Die Erörterung dieſes Verlangens verſchob der Kaiſer auf den 20. Dezember.
Albrecht verlas an dieſem Tage die Namen von 40—50 Lehensleuten, die zum Teil ſchon verſtorben waren. Er beſchuldigte ſie ihre Lehenseide gebrochen zu haben, da ſie gegen ihn gekämpft hätten, ohne ihm auch nur die von ihm erhaltenen Lehen aufzuſagen.
Gegen ſeine noch lebenden Lehensleute begehrte er Urteil, gegen die Toten Ladung auf ihre Güter, ſofern ihre Erben ſie nicht verantworten wollten. 8
Wollten die anweſenden Ratsherren Muffel und Derrer für ſich ſelbſt und für ihre Freunde, die ſie bevollmächtigt hätten, Einwendungen erheben, ſo wäre er bereit, ſie anzuhören.
Die Nürnberger antworteten, ihrer Anſicht nach hätte der Kaiſer die Entſcheidung über alle ſtrittigen Fragen, die der Bamberger Friedensvertrag ſeinem Urteile vorbehielte, verſchoben; wolle der Kaiſer aber eine von dieſen Fragen, die der Markgraf jetzt nach ſeinem Belieben herausgreife, ſofort entſcheiden, ſo möchte er das erklären, damit ſie ſich darnach richten könnten.
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