Durch Kampf zum Frieden. 747
So zahlte der Kaiſer wenn auch unter einem gelindem Drucke die alte Dankesſchuld an Albrecht. Er mochte nun erwarten, daß die Markgrafen nach den ihnen gewährten Gnadenbeweiſen das alte herzliche Verhältnis zu ihm wieder herſtellen würden. Aber Albrecht dachte nicht daran, ſich des ohnmächtigen Kaiſers halber mit ſeinem neuen Freunde König Ladislaw zu entzweien.|
Er beſchränkte ſich darauf, dem Kaiſer das Ultimatum König Ladislaws zu überbringen und deſſen Annahme dringend zu empfehlen.
Ladislaw forderte Herausgabe der Krone und Wiedereinlöſung der vom Kaiſer für ungefähr 30 000 Gulden verſetzten Schlöſſer, dafür wollte er dem Kaiſer 80 000 Gulden bar zugeſtehen und auch die Pfandverſchreibungen auf öſterreichiſche und ungariſche Schlöſſer anerkennen, die dem Kaiſer in früheren Zeiten ausgeſtellt worden waren.“)
Als der Kaiſer ſich trotz der lockenden 50 000 Gulden die für ihn bei dem Handel übrig geblieben wären, weigerte, das Angebot anzunehmen, ritt Albrecht mit ſeinen Freunden heim.)
Er überließ es dem Kaiſer allein, ſeine Anſprüche durchzuſetzen.“?
der Stadt verbot, den von ſeinem Vater, Kurfürſt Friedrich in die Acht gebrachten Lüttichern ſelbſt während der Dauer der Meſſe Obdach zu gewähren. Frankfurter St.⸗A., Akt. 36, Nr. 3.
1) Bayer, Gilt. Frid., S. 202208.
) Bayer, Hiſt. Frid., S. 202203, legt die Audienz Albrechts und des Aeneas Silvius fälſchlich auf den 25. März, den Tag vor der Übereinkunft zwischen dem Kaiſer und König Ladislaw. In der Tat find Herzog Ludwig von Landshut und Markgraf Albrecht Mitte Februar bereits wieder daheim. Vgl. Nürnberger Kr.⸗A., Briefbücher XXIII, S. 48—49 und Bamberger Kr.⸗A., Märkers Katalog 1904, Nr. 167. Vgl. auch den Brief Jörgs von Bebenburg an Herzog Friedrich von Sachſen. Fontes rer. austr. II, 42, S. 114116.
) Chmel, Materialien 3. öſterr. Geſch., II. S. 46—49. Durch ſein Zögern erlangte der Kaiſer noch einige Vorteile; vor allem mußte