Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1911)
Entstehung
Seite
752
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752 Durch Kampf zum Frieden.

Es konnte ſich alſo eigentlich nur noch darum handeln, durch geſchickte Verhandlungen möglichſt günſtige een für Nürnberg zu erlangen.

Die Stadt ſandte ihre beſten Männer nach Lauf. Dr. Gregor Heimburg, Dr. Martin Mair, Nikolaus Muffel, Er­hard Schürſtab, Konrad Paumgartner, Werner von Pars­berg, Konrad von Heideck; zu ihrem Beiſtand hatte der Pfalz­graf ſeine Räte Hans Miſtelbeck und Jörg Berchtoldshofen, der Biſchof von Würzburg den Lizentiaten Johann Kellner und den Probſt Dr. Ludwig Til geſchickt.

Gleich als wollte ſie auch nach außen die Erkaltung der Freundſchaft dokumentieren, hatte die ſchwäbiſche Städtever­einigung nur drei Männer geſandt: Andreas Frickinger von Augsburg, Hans Einkürn von Nördlingen und Seitz Berlein von Dinkelsbühl.

Weder Ulm noch Augsburg noch eine andere Reichs­ſtadt hatte eine eigene Ratsdeputation abgeordnet, wie ſo manches Mal zu früheren Tagen.

Markgraf Albrecht war mit zahlreichen Räten in Lauf erſchienen. f

Bei Beginn der Verhandlung erklärte Herzog Ludwig: Er ſetze voraus, daß allen Teilnehmern der Standpunkt der beiden Gegner durchaus bekannt wäre; neue Erörterungen und Streitereien wären alſo unnötig. Es handle ſich auf dieſem Tage nur darum, den Wortlaut eines Friedensver­trages feſtzuſtellen, ſowie ſich über die Höhe der Summe zu einigen, die dem Markgrafen für Herausgabe ſeiner Erobe­rungen gezahlt werden ſollte.

Drei Tage verhandelte eine von beiden Parteien er­wählte Kommiſſion vergeblich über die Formulierung des Vergleiches. Dann legte Herzog Ludwig der Kommiſſion einen Vertrag zur Annahme vor, der in allen noch ſtrittigen Fragen die Forderungen des Markgrafen berückſichtigte.

Die Nürnberger beauftragten darauf zur Unterhand­