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Durch Kampf zum Frieden. 755
Aber ſie ſchätzten des Herzogs Erſchrecken über dieſe neue markgräfliche Forderung ganz richtig ein.
Die Stadt hatte nun einmal„in und durch das Land Beiern groß Handlung und Hantierung“ und des Herzogs Ungunſt konnte einem der Ihren der ſich in ſeinem Lande nur Geringes zu ſchulden kommen ließ, weit mehr als 1000 Gulden koſten.“)
Auch hatte Herzog Ludwig verſtanden, in dieſen Tagen Heimburg für ſich zu gewinnen. Er lockte ihn mit dem Verſprechen ihn in wichtigen Sachen zu verwenden.„Meiſter Jörg“ ſchrieb damals der trieriſche Geſandte dem Erzbiſchof,„hat ſunder Zweivel frundlich Verſtentnuſſe und Heimlichkeit mit ihm.“)
So ſagten die Beauftragten Nürnbergs dem Markgrafen auch dieſes Geſchenk zu, doch baten ſie über dieſe Verpflichtung keine eigene Verſchreibung ausſtellen zu brauchen.“)
Zum Dank für ihr Entgegenkommen verſprach Herzog Ludwig bis 25. Juli der Stadt 25 000 Gulden zu leihen.“
Ein Opfer bedeutete dieſes Zugeſtändnis des Herzogs
1) Die Schilderung nach dem Berichte der Nürnberger Boten, Nürnberger Kr.⸗A., Relationenband 484, S. 410—415.
2) Koblenzer St.⸗A., Kurtrier, Aktenarchiv, Perſonalien d. Erzbiſchöfe, Nr. 5, Bl. 152:„Er iſt vaſt Herzog Ludwigs“.
3) Deshalb wird die richtige Entſchädigungsſumme 26 000 Gulden in den Nürnberger Chroniken nicht mitgeteilt. Nur in Johannes Franks Augsburger Annalen, Städte⸗Chron. XXV, S. 299 iſt dieſe Summe richtig angegeben. Auch der Trieriſche Geſandte berichtet dem Erzbiſchof von ihr. Koblenzer St.⸗A., Kurtrier, Aktenarchiv, Perſonalien der Erzbiſch., Nr. 5, Bl. 152.
4) Die Verſchreibung der Stadt, Nürnberger Kr.⸗A., S. 14, Nr. 653, Mer. 3740. Zahle die Stadt nicht pünktlich, ſo ſollte ſie dem Herzog allen Schaden erſetzen, den er bei Chriſten oder Juden hätte mit Zehrung, Nachreiſen, Botenlohn, oder wie ſonſt Schaden entſtehen mag. Die Höhe des Schadens ſollte die Stadt des Herzogs„gewiſſen Scheinboten“ glauben ohne von ihnen einen Eid zu verlangen.
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