758 Durch Kampf zum Frieden.
Bei ſeinen„fürſtlichen Ehren“ gelobte Albrecht, bei „wahren Treuen an Eidesſtatt“ ſchworen Heideck und die Nürnberger Boten den Vertrag zu halten. Auch Markgraf Johann„geredete“ es.“)
Die Markgrafen ſiegelten die Verträge bereits in Lauf; da das große Stadtſiegel nicht außerhalb Nürnbergs gebracht werden durfte, nahmen die Nürnberger die Verträge in die Stadt zum Siegeln mit.
Ehrerbietig luden ſie Herzog Ludwig zum Beſuch der Stadt ein, auch auf den Markgrafen dehnten ſie die Einladung aus,„nachdem ſie doch Glimpfs halber das nicht übrig geſein mochten“ und auch nicht wollten, daß er ein Uebergehen als „Verſchmehnuß“ auffaſſen ſollte.
Albrecht lehnte die Einladung mit der Begründung ab, daß er zu ſeinem Bruder nach Baiersdorf reiten müſſe. Er tröſtete die ſolchen Troſtes gar nicht bedürftigen Boten damit, daß er die Stadt ſpäter noch oft beſuchen würde.
das von beiden Teilen die Panier ſollten abgetan werden, des mir eine Schrift iſt geben worden, aber nit verſiegelt.“(Städte⸗Chr. II, S. 530.) Auffallend iſt in dem offiziellen Berichte auch, daß gelegentlich des Beſuches Herzog Ludwigs in Nürnberg erwähnt wird, der Rat hätte dem Herzog die Auswechſlung der Fahnen abgeſchlagen, während der Bericht vorher betont, Albrecht habe ſich bei der in Lauf ausgeſprochenen Weigerung der Nürnberger Boten beruhigt. Es iſt zu vermuten, daß es ſich um dieſe Paniere handelt, wenn Albrecht dem Herzog Ludwig ſpäter vorwirft: Er hätte ihm zu Gefallen auf dem Tag zu Lauf viel nachgegeben,„denn er wäre mit den von Nürnberg nach ſeinem Willen gerichtet, aber etwas darin überſchrieben worden, 85 ſein Wiſſen“. K. B. Reichsarchiv, Neuenburger Kopialbuch XII, 828.
Erſt im Januar 1454 wurden die Paniere aus der Frauenkirche und dem Rathauſe entfernt, da ſämtliche Markgrafen ſich weigerten, die Stadt zu beſuchen, ſolange ihre Fahnen als Trophäen aufgehängt wären.(Städte Chr. II, S. 530 und Anm.)
1) Nürnberger Kr.⸗A., S. III, R. 76/1, Nr. 44 a, Hod.