764 Durch Kampf zum Frieden.
nicht Freude. Nur Spottlieder ſang man dort gegen die Ueberhebung und Habgier der Ulmer.“)
Wenige Jahre nach dem Abſchluſſe des Städtebundes hatte Gmünd lieber die wichtige Einung mit dem Pfalzgrafen Ludwig vereiteln als eine Urkunde ſiegeln wollen, in der es nicht an dem ihm gebührenden Platze genannt war.?) Dieſer Geiſt kleinlichſter Eiferſucht wurde jetzt im ganzen Bunde herrſchend.
Die Art wie die Städte nach dem„großen Städtekriege“
über die Verteilung der Kriegskoſten herumſtritten, wurde geradezu eine Schande für das ganze Reich. 9 Hatten Städte wie Nürnberg, Augsburg und Ulm auch ſelbſt während des Krieges große Opfer gebracht,“) ſo hätte es doch für fie ein„officium nobilitatis“ ſein müſſen, nach dem Kriege die kleinen Städte, die an ihrer Seite ausgeharrt hatten, in jeder Hinſicht zu unterſtützen und zu ſchonen. Denn ſelbſtverſtändlich erholten ſich die kleinen Gemeinweſen von den Folgen des Krieges ſchwerer als die Großen.
Schon bei dem Friedensſchluſſe in Bamberg war die Rückſichtsloſigkeit mit der die großen Städte über die Intereſſen der kleinen hinwegſchritten, offenbar geworden.
Ohne Beiſpiel aber war es dann, in welcher brutalen Weiſe Rottweil und Schaffhauſen von dem ſchwäbiſchen Städtebunde übervorteilt wurden. Die Schiedsrichter, die der Bund
1) Kanter, Hans von Rechberg, S. 11.„Die ſchweren Truhen von Tüngen, deren geſah man keine nun. Es wollte keine an die Prut nit kommen. Es nahm die Städt' all groß Wunder. Wie ſie doch alſo wären verſchwunden.“ f
2) Stuttgarter St.⸗A., Einungen mit Adel und Reichsſtädten, Fasc. V, e 1, Nr. 49.
2) Pfiſter, Geſch. v. Schwaben, V, S. 100, gibt an, daß die Bundesſtädte während des Krieges mehr als das 11% fache(1163 auf 100) ihres üblichen Bundesbeitrages gezahlt haben und daß ſich die Bundesrechnung 1451 auf 80 000 Gulden belaufen hätte, ungerechnet die Spezialrechnungen der einzelnen Städte.
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