Durch Kampf zum Frieden.
Bundes nicht geſichert wäre,“ ſo ſchrieb Ulm den Bundesſtädten.“)
Es kam dahin, daß Ulm den Pfalzgrafen, als er ein Bündnis mit der Städtevereinigung ſchließen wollte, erſuchte bereits auf der nächſten Tagſatzung ſeinen Namen als Lockmittel gebrauchen zu dürfen, um einige widerwillige Städte zur Erneuerung des Städtebündniſſes zu veranlaſſen.“)
Das Mittel verſagte, das Städtebündnis wurde bei ſeinem Ablaufe im April 1452 nicht erneuert.
Im Auguſt 1452 beſchloß eine Städteverſammlung in Nürnberg durch mündliche Vereinbarung, daß die fränkiſchen und ſchwäbiſchen Städte je einen„Contrat“ bilden ſollten, um ſich gegen feindliche Angriffe zu ſchützen.“)
Bald weigerte ein„Contrat“ dem anderen, ſogar in dringenden Fällen Hilfe“) und in dem„Contrate“ ſelbſt band die mündliche Vereinbarung die Städte noch weniger an einander, wie es in der Vereinigung die Bundesurkunde vermocht hatte. | Schaffhauſen und Rottweil ſchloſſen ſich der Eidgenoſſenſchaft an,) dem energiſchen Drängen dieſes ſelbſtbewußten Bundes gaben die deutſchen Reichsſtädte gar bald nach und erfüllten wenigſtens einen Teil der von Rottweil und Schaffhauſen erhobenen Forderungen.
1) Nördlinger St.⸗A., Städtebundakten 1451, I, 4.
2) Nördlinger St.⸗A., Städtebundakten 1451, I, 12.
3) Nördlinger St.⸗A., Städtebundakten 1452, Nr. 56.
4) Mit Recht ſchworen deshalb im Januar 1457 Rat und Bürgermeiſter Nürnbergs in einem Prozeſſe, daß ſie ſeit länger als einem Jahre nicht mit den ſchwäbiſchen Städten im Bündnis geſtanden hätten. Kanter, Hans von Rechenberg, Reg. 143.
5) Eidgenoſſ. Abſchiede, II, S. 875-878. Schaffhauſen ſchloß am 1. Juni 1454 das Bündnis, Rottweil folgte 10 Jahre ſpäter, als ſeine Anſprüche noch nicht erledigt waren, dem Beiſpiele Schaffhauſens. Vgl. Dierauer, a. a. O., II, S. 124217.