Durch Kampf zum Frieden. 771
Nicht ſo gut ging es Hall, das ſieben Jahre vergeblich auf Bezahlung feiner Rechnung drang.“
Schon vor Beginn des Krieges hatte Eßlingen, trotz wiederholter Mahnungen, ſeine Auslagen vom Bunde nicht zurückerhalten können und ſich bitter auf den Tagſatzungen beſchwert für ſeine Mühe nicht„beſſeren Dank von gemeinen Städten“ erhalten zu haben.“)
Während des Krieges hatte die Stadt immer und immer wieder vergeblich den Bund um Hilfe gebeten. Man hatte ſie „in die Harr gezogen und mit ihr geſpielt“. Damals hatte Eßlingens Rat gewarnt, daß aus ſolchem Verhalten zwiſchen „gemeinen Städten Leid und Uebel kommen würde.““)
Jetzt wurde die Stadt des unaufhörlichen Haders über die Koſtenabrechnung müde und ſtellte ſich unter den Schutz der Markgrafen von Baden.“
Heilbronn ſchloß mit dem Erzbiſchof von Mainz ein Bündnis.)
Das mächtige Augsburg ging eigene Wege.
Wohl fühlten die Aufrichtigen in dieſer Stadt, wie wenig Augsburg für die gemeinſame Sache getan hatte, wie ſchwächlich ſie während des Krieges die tapfere Vorkämpferin dieſer Sache unterſtützt hatte.“)
Das ſchlechte Gewiſſen, der Eigennutz und wohl auch das gewaltätige Eingreifen des Nürnberger Rates in den Prozeß gegen Hans Arzt, hielten Augsburg ab, wenigſtens nach
) Pfiſter, Geſch. v. Schwaben V. S. 105.
2) Nördlinger St.⸗A., Städtebundakten 1449, I, 2/3,
e) Witte, Reg. III, 7013.
) Stälin, a. a. O., III, S. 488.
5) Würzburger Kr.⸗A., Urk. G. 36. Am 29. Oktober 1450.
6) Städte⸗Chr. V, S. 188.„Alle Städte haben den von Nürnberg mehr Hilfe und Troſt verſprochen, wir von Augsburg in Beſonderheit, dann man ihnen getan hat als der Krieg angefangen hatte, dem ſei als ihm iſt.“.
49*