Durch Kampf zum Frieden. 775
Durch Zahlung einer Kriegsentſchädigung erkannte die Stadt den Sieg des Gegners an.“)
Vielleicht ſehr gegen ſeinen Willen hatte Albrecht für die Sache, deren Verfechter er war, weit mehr erreicht als für ſich ſelbſt..
Aber auch für ihn war der Ertrag des Krieges kein ganz geringer.
Der Finanzmann ſeines Hofes, Ludwig von Eyb berechnete den Wert der von der Stadt gezahlten Entſchädigung auf 80 000 Gulden.?) Ein für die finanziellen Verhältniſſe Albrechts außerordentlich ſtattlicher Betrag, ſelbſt wenn man die nach dem Kriege von Herzog Ludwig geliehenen 40 000 Gulden von ihm abzieht.“)
1) Nürnberger Kr.⸗A., Relationenband 484, S. 180182. Hatte doch der Rat im Beginne des Krieges ſelbſt häufig genug betont, daß er eine Geldzahlung als Eingeſtändnis ſeines Unrechtes auffaſſen müßte.
2) Höfler, Ludwig von Eybs Denkwürdigk., S. 121. Wenn Eyb für jeden Gulden jährliche Leibrente ſelbſt nur den in Friedenszeiten üblichen Satz 1: 10 rechnet, dürfte trotzdem die Berechnung annähernd richtig ſein, da Albrecht bis zum Frieden ca. 5000 Gulden ſchuldige Leibrente den Nürnberger Bürgern nicht ausgezahlt hatte und das Städtchen Hall bereits 1452 ſeine Anſprüche mit 6000 Gulden abgefunden hatte. Dieſe beiden Poſten berückſichtigt der Trieriſche Geſandte, der die Entſchädigung mit 70 000 Gulden bewertet, nicht.(Koblenzer St.⸗A., Kurtrier, Aktenarchiv, Perſonalien der Erzbiſchöfe, Nr. 5, Bl. 152.)
3) Bei der Beurteilung der Kriegsentſchädigung darf man natürlich nicht Albrechts, durch ihre häufige Wiederholung nicht wahrſcheinlicher werdende Behauptung berückſichtigen, daß er bereits vor Beginn des Krieges 120 000 Gulden für Proviant, Werbungen und Reiſen verausgabt hätte.(Städte⸗Chr. II, S. 570.) Es iſt das deshalb ſchon unwahr, weil Albrecht bis dahin überhaupt niemals eine ſolche Summe in ſeinem Beſitze gehabt hatte. Es iſt recht bezeichnend, daß Albrecht auch nach Beendigung des Krieges nie mehr als 120 000 Gulden Schadenerſatz von Nürnberg gefordert hat. Da ſeine Bündner ihm auf eigene Koſten geholfen haben, ſo iſt wohl anzunehmen, daß mit 30 000 Gulden ſein Schaden reichlich bezahlt war. Die Schädigung Nürnbergs dagegen kommt am beſten durch die außerordentlich erhöhte