Teil eines Werkes 
Bd. 3 (1903) Goethe ; Theil 2
Entstehung
Seite
97
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1785.

An Knebel(20. 4.):Zu dem Frühlingswetter bin ich wieder recht wohl.

An Ch. v. Stein(27. 6.):[Erkrankung in Neu­stadt a. d. Orla]Es war ein Uebel ienem im Winter ähnlich, nur nicht so starck noch so schmerzhafft. Jetzt ist es meist vorbey der Backen nur noch geschwollen. NB. es ist die Gegenseite, die Rechte.Diese Tage sind fast ganz für mich verlohren.

An den Herzog(15. 8.):[In Carlsbad]Die Wasser bekommen mir sehr wohl.

An Ch. v. Stein(1. 9.):ich hatte meinen Zahn verbissen und wollte von dem Schmerz nichts mercken lassen, ietzt ists wieder gut.

An Knebel(11. 9.):Ich bin wieder gebunden, fühle aber die Würckung des Bades sehr heilsam, mein Gemüth ist viel freyer, ich kann mehr thun.

An Kestner(4. 12.):Das Bad hat gute Würckung hervorgebracht und ich bin recht wohl.

An Ch. v. Stein(9. 12.):Ich habe nur preser­vative eingenommen.

An dies.(23. 12.):Mein Schnuppen ist noch nicht vorbey, ich bin lange im Bett geblieben.

(24. 12.):Mir geht es wieder ganz leidlich.

An Knebel(30. 12.):Was mit mir das nächste Jahr werden wird, weis ich noch nicht. Grossen und weiten Aussichten mag ich den Blick nicht zu wenden. Ins Carlsbad geh ich auf alle Fälle, ich bin dieser Quelle eine ganz andere Existenz schuldig.

Der Herzog an Lavater(20. 5.):Goethe ist den Winter wohl, das Frühjahr aber krank gewesen, jede

Möbius, Werke III.