(21. 9.):„Den Nachmittag aber kam die Trauerpost, dass seine Mutter gestorben sey. Es hat ihn natürlich sehr betrübt; und wir vermeiden alles, was den Schmerz in ihm erneuern kann. Sonst ist er wohl und es hat keine körperlichen Folgen gehabt.“
Gespr. Riemer(30. 8.):„Ueber eine Geschichte in Castischem Geschmack und höchst moralisch.“
Pauline Gotter schrieb im März 1810 über Goethe an Schelling, und es ist zu vermuthen, dass sich ihre Worte auf 1808 beziehen:„Die Gewalt seines Feuers und seiner Lebhaftigkeit habe ich wohl in einzelnen Momenten, aber nie so anhaltend wie damals gesehen; er vergass sich ganz, liess seine ganze Stimme ertönen und schlug immer mit den Händen auf den Tisch, dass die Lichter umherfuhren; es war eine wahre, unbedingte Lustigkeit.“
Bm. Die Winter-Klagen sind geringfügig. Die dichterische Thätigkeit hält an, ebenso die erotische Erregung. Bemerkenswerth ist, dass das Gedicht„Das Tagebuch“ im Jahre 1808 entstanden ist. Auch der grosse Theater-Ärger im Herbste- scheint die gute Stimmung nicht zu beeinträchtigen.