Teil eines Werkes 
Bd. 3 (1903) Goethe ; Theil 2
Entstehung
Seite
196
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Ausführungen und Belege.

1828.

T.(2. 4):Abends Hofrath Vogel. War einige Arzeney nöthig.(3. 4.) Unruhige Nacht. Des Morgens besserer Zustand.

(25. 10.):Verhielt mich ruhig wegen Indis­position.(30. 10.) Unruhige Nacht.(31. 10.) Die Nacht nicht viel besser.[Vier Besuche.]Den übrigen Tag im Bette zugebracht und das Vorseyende überlegt.

Gespr. Goethe sagte in Dornburg zu Eckermann: Ich verlebe hier so gute Tage wie Nächte. Oft vor Tagesanbruch bin ich wach und liege im offenen Fenster, um mich an der Pracht der jetzt zusammenstehenden drei Planeten zu weiden und an dem wachsenden Glanz der Morgenröthe zu entzücken. Fast den ganzen Tag bin ich sodann im Freien und halte geistige Zwiegespräche mit den Ranken der Weinrebe, die mir gute Gedanken sagen und wovon ich euch wunder­liche Dinge mittheilen könnte. Auch mache ich wieder Gedichte, die nicht schlecht sind, und möchte überall, dass es mir vergönnt wäre, in diesem Zustande so fortzuleben.