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Geschichte der Kur- und Hauptstadt Brandenburg von den frühesten bis auf die neuesten Zeiten : Mit Benutzung des Stadt- und Stiftsarchives und anderer gedruckter und ungedruckter Urkunden / Von M. W. Heffter, Königl. Professor und Prorector am Gymnasio zu Brandenburg ...
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zuführen, ihnen zu zeigen, in welcher alten, merkwürdigen Stadt ſie das Lebenslicht erblickt oder gewohnt haben oder noch wohnen, ſie ihnen ehrwuͤrdig, lieb und werth zu machen, auch Dieſem und Jenem manche der Ereigniſſe wieder zum Be wußtſein zu bringen, von denen er irgend einmal gehoͤrt oder die er vielleicht ſelbſt erlebt hat. Nach Vollſtaͤndigkeit hat der Verfaſſer hierbei ganz vorzuͤglich getrachtet, darum ſogar unbe deutendere Ereigniſſe mit aufgenommen; denn wo iſt in einem Orte etwas, das nicht wenigſtens für manche Bewohner In tereſſe hätte? Zugleich hat er jedoch das Werk fo gehalten, daß es nicht minder dem Hiſtoriker vom Fache lehrreich ſein kann. Einmal find uͤberall die aͤchten Quellen benutzt, und ſodann iſt immer auf das Allgemeine Ruckſicht genommen und dasſelbe mit dem Beſondern verknuͤpft, und ſo nicht bloß die Special- durch die Univerſal-Geſchichte, ſondern auch dieſe durch jene anzubauen und aufzuklaͤren verſucht worden. Ob und inwiefern dem Verf. das gelungen ſei, uͤberlaͤßt er dem Urtheile der Sachkundigen. So viel iſt er ſich bewußt, daß er mit Anſtrengung gearbeitet, keine Mühe und Aufopferung geſpart habe. Hoͤchſt ſchaͤtzbar in: deſſen und ein ſuͤßer Lohn wuͤrde es ihm ſein, wenn ſeine Arbeit den Beifall des Publicums, inſonderheit feiner lieben Mitbuͤrger gewoͤnne.

Übrigens ſei hiermit das Werk nicht abgeſchloſſen. Im Ge­gegentheil, es wird mein ernſtliches Beſtreben bleiben, ſelbiges nach Moͤglichkeit zu vervollſtaͤndigen, zu ergaͤnzen, zu verbeſſern. Was wird errungen werden, bin ich entſchloſſen ſpaͤter einmal nachzuliefern, ſei es in Geſtalt eines Programmes, oder wie es die Gelegenheit gibt, und bitte ich nur aufmerkſame Leſer und Freunde der Geſchichte unſerer Stadt, in der Naͤhe und Ferne, mich ſchriftlich oder muͤndlich eines Beſſern zu belehren, wo ich gefehlt oder etwas uͤberſehen habe.

Brandenburg an der Havel, den 7. October 1839.

M. w. Hefter.