277 RASCHI Mos. IIl, KAP. 5
9 ebenſo: dor ולא ישאו עליו: fo wie dort durch ולא ישאו gewarnt wird, ſo hier ebenfalls. Nun könnte man glauben, ſo wie dort blos das Eſſen verboten iſt, ſo auch hier, daher heißt es ,תמעול מעל 68 alle Arten von Genuß ausſchließt! my welche ausſchließlich Gott geweiht ſind; Opfer von geringer Heiligkeit find ausgenommen. 2x Heißt etwas Starkes, gleich Kön. 2, 24, 15 אילי הארץ die Mächtigen des Landes; be daher: ein ſtarker zwei jähriger Widder. בערכך כסף שקלים es muß zwei Selaim werth ſein. 16 ואת אשר חטא ישלם Den Baarwerth und ein Fünftel
ויקרא ה
an: J נפש כי תְחְטָא וְעִשְתָה אחת
darüber dem Heiligthum.]17.[ ולא ידע ואשם והביא Dies handelt von einem zweifelhaften Vergehen, welches כרת nach ſich zieht, er iſt ſich nicht bewußt, ob er es wirklich begangen hat, oder nicht, z. B. er hätte erlaubtes Fett שומן und unerlaubtes הלב vor ſich, glaubte aber, daß beide erlaubt wären, und verzehrte eines derſelben, man ſagte ihm nachher, daß eines dieſer Fette הלב wäre, er weiß aber nicht, ob er wirklich verbotenes הלב gegeſſen hat, jo bringt er ein Schuldopfer des zweifelhaften Vergehens ,(אשם תלוי) welches ihm Schutz bietet, ſolange er nicht beſtimmt weiß, daß er geſündigt hat; wird er ſich ſpäter deſſen bewußt, dann bringt er ein Sündopfer. w den R. Joſſi, der Galiläer lehrt: Wenn die Schrift auch Den beſtraft, der unbewußt gefehlt, geſchweige denn, daß den vorſätzlichen Sünder Strafe trifft! Ferner lehrt derſelbe: Willſt du die Belohnung der Frommen kennen, ſo ſchließe ſie von Adam, dem erſten Menſchen, dem nur ein einziges Verbot verordnet wurde, er übertrat es, ſiehe! wie viele Todesſtrafen über ihn und ſeine Nachkommen verhängt wurden! nun wird aber das Gute weit mehr belohnt, als das Böſe beſtraft wird, ſ. M. 2, 34,7: wenn demnach das Maß der Beſtrafung geringer iſt, und Adam wie ſeine Nachkommen dafür ſo ſchwer zu büßen hatten: um wie vielmehr muß das Vollmaß der Belohnung, Demjenigen zu Theil werden, der ſich vom Genießen unwürdiger Opfer(פגול) oder vom übriggebliebenen Opferfleiſch(Umar) zurückhält, und am כפור DV ſich kaſteit, eine Belohnung, die noch allen ſeinen künftigen Geſchlechtern zu Gute kommen ſoll! R. Akiba vergleicht dies mit der Stelle M. 5, 19, 15 על פי שנים או שלשה עדים ונו' Wird eine Zeugenſchaft durch zwei hinreichend beſtätigt, wozu erwähnt die Schrift einen dritten? man meint aber, daß einen dritten die gleiche Strafe trifft, wie zwei Zeugen(durch falſche Ausſage), wovon ausführlicher bei der Beſtrafung falſcher Zeugen(daſ. 19, 19) die Rede iſt. Wenn nun die Schrift Denjenigen beſtraft, der ſich den Verbrechern anſchließt, um wie viel mehr, daß Gott Demjenigen reichlich lohnt, der ſich den Pflichteifrigen anſchließt, als hätte er die gute That ſelbſt vollführt! R. Eleafar, Sohn Aſarias bemerkt, es heißt M. 5, 24, 19: Wenn du deine Ernte von dem Felde einführſt, und eine Garbe vergeſſen haſt, ſollſt du nicht zurückkehren, ſie zu nehmen, auf daß dich der Ewige, dein Gott ſegne. Die Schrift verheißt Demjenigen ſchon Segen, der dieſes zufällige Gebot erfüllt hat; daraus kannſt du ſchließen: Wenn Jemand aus ſeinem Bündel ein Geldſtück fallen ließ, ein Armer findet es und ernährt ſich damit, daß Gottes reichſter Lohn dem Verluſtträger zu Theil wird! 18. בערכך לאשם Die Schätzung, welche oben erwähnt iſt,(nämlich zwei Selaim). והוא לא ידע Erfährt er's aber