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Der Raschi-Kommentar zu den fünf Büchern Moses / vollständig ins Deutsche übersetzt mit beigedrucktem Bibel-Texte in einem Bande von Julius Dessauer, emerit. Rabb., Herausgeber des: "Lexikon der Kernsprüche für Talmud und Midrasch", des "Schlüssel zum Gebetbuch sammt Ritualgesetze der Israeliten ... u.a.m.
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Seite
283
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25 RASCHI Mos. II, KAP, ד‎

darf gegeſſen werden; das 3 in והנותר‎ ſcheint überflüſſig, es gibt deren viele, ſo M. 1, 36 24: ואיה וענה‎ u. a. 18. ואם האכל‎ 728° Wenn Jemand beim Schlachten die Abſiächt hatte, es erſt am dritten Tage zu eſſen, ſollte man glauben, wenn er am dritten Tage davon gegeſſen hat, ſo ſoll das Opfer rückwirkend ungiltig ſein, ſo heißt 66 המקריב אותה‎ d. h. beim Darbringen, לא יחשב‎ darf man ſolches nicht denken, ſonſt iſt das Opfer verworfen, nicht aber am dritten Tage, והנפש האוכלת ממנו‎ Selbſt wer in der geeigneten Zeit davon iſſt, trägt ein Vergehen. 19. והבשר‎ Das Opfer­Fleiſch von den Freudenopfern, welches etwas Unreines berühret, darf nicht gegeſſen werden. Das zweite warm zeigt an, wenn ein Theil eines Opferſtückes vom ſonſtigen Dpferfleiſche hinaufgekommen wäre, darf das inwendig Geblicbene gegeſſen werden. כל טהור יאכל בשך‎ Was will dies anzeigen? Folgendes: Weil es M. 5, 129. 27 heißt: das Blut deines Schlachtopfers ſoll aus­gegoſſen werden und das Fleiſch magſt du eſſen könnte man meinen, nur die Eigenthümer allein dürfen Freudenopfer eſſen, ſo heißt es hier: Jeder Reine darf das Fleiſch eſſen. 20 Foy ומומאתו‎ Hier iſt die Rede von einer körperlichen Un­reinheit, wenn aber ein Reiner unreines Dpferfleiſch iſſt, fo erfolgt nicht:כרת ל‎ Strafe, er hat nur gegen ein Verbot V. 19 gehandelt. Das Verbot, daß ein Unreiner kein reines Dpferfleiſch eſſe, wird in der Schrift nicht deutlich ausgeſprochen,

einem Gleichſchluſſe nee גזירה‎ gefolgert. S.

ויקרא ציז

לאמר m s,‏ אֶת בח RE‏ ליהוה

ſondern die Gelehrten haben es aus Talm. Makkot Fol. 14. Dreimal

ſteht z bei Denen, die in Unreinheit geheiligtes Opferfleiſch eſſen(. M. 3, 22, 3,

einmal hier und im folgenden

Verſe). Nach Talm. Sebachim 7 deutet es einmal

auf die allgemeine Heiligthümer,(722), einm al auf das Spezielle derſelben(פרט)

und einmal bezieht es ſich auf

) Opfer, welches Opfer Derjenige bringen muß, thum betreten und Opferfleiſch gegeſſen hat. daß man durch Berührung des Unſchlittes die Schrift lehrt, daß das Verbot des כבלה‎ mit dem 2*⸗Verbot zuſammenhängt,

ואכול לא תאכלוה.727 Berührung eines‏

ein auf⸗ und ab ſteigendes(ſtandesmäßiges קרבן עולה‎

der in Unreinheit das Heilig­יעשה לכל מלאכה[.94] Dies zeigt an, nicht verunreinigt wird, wie bei

wenn er aljo הלב‎ genießt, macht er

ſich zugleich des Verbotes von נבלה‎ ſchuldig, wobei der Talmudſatz, Seb. 9: Ein

Verbot we kann nicht mit einem andern Verbote

zuſammentreffen, nicht

anzuwenden iſt. 26 לעוף ולבהמה‎ Das Blut von Fiſchen und Heuſchrecken aber

iſt nicht mitbegriffen.

Weil dies Pflicht der Perſon iſt, und‏ בכל מושבותיכ

nicht vom Grund und Boden abhängt, ſo muß es an allen Wohnplätzen beobachtet