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Der Raschi-Kommentar zu den fünf Büchern Moses / vollständig ins Deutsche übersetzt mit beigedrucktem Bibel-Texte in einem Bande von Julius Dessauer, emerit. Rabb., Herausgeber des: "Lexikon der Kernsprüche für Talmud und Midrasch", des "Schlüssel zum Gebetbuch sammt Ritualgesetze der Israeliten ... u.a.m.
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294
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RASCHI Mos. III, KAP. 11 294‏ ויקרא שמיני יא

בַּשְרֶץ‎ än 0572 M 1022 nn, טמאים הם לכם‎ Ihr Berühren macht euch 35m mm. dy השרץ‎ unrein.]29.[ וזה לכם הטמא‎ Alle dieſe Ver­3 והפה והלטאה‎ MDR למינהו: Samy unreinigungsarten beziehen ſich nicht auf והתנשפת7 אלה הטמאים‎ DEE das Verbot des Eſſens,(was weiter V. 41 81= D וני קסר וו מו‎ IL: erörtert wird) ſondern auf das Berühren, הַשָרץ כָּל הנגע בהף בַּמתָם‎ 223027 wer dieſe berührt, wird unrein und darf ze יִמְמָא.עד 1387)95 אשָר יפל‎ weder Hebe, noch heiliges Opferfleiſch eſſen, y. 99 בַּמתֶם יטמא מכָּל‎ Da עליו‎ 9 45.. ö Das אי 95" 5 שור או ש כל* אש‎ ieſel, והצב‎ 6 hildkröte, weil ſie mit **.. v3., dem Froſche Aehnlichkeit hat. 30. אנקה‎ Der ,,,, A Igel. הלטאה‎ die Eidechſe, והחמט‎ die Schnecke, 33 735 23 שניע) nn, 2080 והתנשמת עד‎ der Maulwurf. 32.) במים יובא‎ Auch 23 Hin 2x de חֶרֶש אָשָר יפל‎ nachdem man es im Waſſer getaucht hat, וטמא אשר בתוכו יטמא ואתו תשבפרו: iſt es noch unrein, um Hebe hinein zu 94 מכל האכל אשר. יאל אשר. יבוא‎, IP en k dann ו ו‎ 7 הש ה לי רצב יה מס‎ wenn die Sonne untergegangen iſt.. WR משקה‎ 221 NR מים‎ b, אשי יפול אל תוכו‎ om. 1 hineinfällt; ein irdenes Gefäß wird nur dann unrein, wenn die Unreinigkeit in ſeinem innern Raume ſich befindet. כל אשר בתוכו יטמא‎ Das Gefäß verunreinigt dann wieder, was im innern Raume iſt. ואותו תשברו‎ Dies lehrt, daß es durchs Unter­tauchen im Quellenwaſſer nicht rein wird. 34. מכל האוכל אשר יאכל‎ Dies bezieht ſich auf die obige Stelle: כל אשר בתוכו יטמא‎ Allerlei Speiſe, die gegeſſen wird, worauf Waſſer gekommen, wenn ſie kommen in ein unreines, irdenes Gefäß, iſt es verunreinigungsfähig; desgl. allerlei Getränke, die trinkbar ſind, welche ſich in einem unreinen, irdenen Gefäße befinden, ſind verunreinigungsfähig. Hievon ent­nehmen wir verſchiedene Lehren, daß nämlich keine Speiſe eher verunreigungfähig wird, als bis wenigſtens einmal Waſſer darauf gekommen, und wenn nur einmal Waſſer darauf gekommen iſt, iſt es für immer verunreinigungsfähig, ſelbſt wenn das Waſſer abgetrocknet wäre; daß ferner auch Wein, Oel und alles, was Getränk (Flüſſigkeit) genannt wird,) die Saatkörner zur Unreinheit fähig macht, fo gut wie Waſſer. Die Schriftſtelle iſt demnach ſo zu erklären: Wo bei einer Speiſe Waſſer oder eine andere trinkbare Flüſſigkeit daran gekommen iſt, macht die Speiſe verunreinigungsfähig; ferner lehren die Weiſen hieraus, daß eine ſo erzeugte Un­reinheit(ולד הטומאה) nicht andere Gefäße verunreinigen kann, denn fo heißt es im Thorat Kohanim: Man könnte meinen, daß alle Geräthe durch den innern leeren Raum eines irdenen Gefäßes verunreinigungsfähig werden, ſo heißt es: מכל האוכל‎ uſw. blos Speiſen und Getränke ſind durch den Luftraum eines irdenen Gefäßes verunreinigungsfähig, nicht aber alle Geräthe, denn ein Kriechthier w iſt eine der Hauptgrade der Unreinheit ,אב הטומאה‎ das dadurch verunreinigte Gefäß aber iſt gleichſam nur die daraus erzeugte Unreinheit ,ודד הטומאה‎ daher kann es nicht mehr ein in ſich enthaltenes Gefäß verunreinigungsfähig machen. Wir entnehmen ferner hieraus, wenn ein Kriechthier in den leeren Luftraum eines Ofens gefallen, worin Brod liegt, das Kriechthier aber das Brod nicht berührt hat, ſo wird der Ofen eine Unreinheit erſten, und das Brod eine Unreinheit zweiten Grades. Wir ſagen nicht, man betrachtet den Ofen, als wäre er voller Unreinigkeit, und das Brod ſollte(als berührt) eine Unreinheit erſten Grades ſein, denn wenn wir ſo urtheilen, ſo wären Gefäße nicht ausgeſchloſſen von der Empfänglichkeit der

2:

) Nach der Tradition im Thorat Kohanim mit den Anfangsbuchſtaben: ייה דבש,‎ דים. DA שמן. חֶלב. טל, דם. מים=יד‎