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Der Raschi-Kommentar zu den fünf Büchern Moses / vollständig ins Deutsche übersetzt mit beigedrucktem Bibel-Texte in einem Bande von Julius Dessauer, emerit. Rabb., Herausgeber des: "Lexikon der Kernsprüche für Talmud und Midrasch", des "Schlüssel zum Gebetbuch sammt Ritualgesetze der Israeliten ... u.a.m.
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497
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497 RASCHI Mos. V, KAP. 14

find![11.] כל צפור טהורה תאכלו‎ Dies erlaubt auch den freigelaſſenen Vogel des Ausſätzigen im Hauſe ſ. M. 3, 14, 53 zu genießen. 12. וזה אשר לא תאכלו מהם‎ Dies verbietet den geſchlachteten Vogel des Haus⸗Ausſatzes zu genießen. 13. ,איה ,והדיה ,האיה ,והראה‎ und דיה‎ bezeichnet einen und denſelben Vogel. Warum heißt er?ראה‎ Weil er ſcharfſichtig iſt. Das Verbot geſchieht mit Aufzählung aller drei Namen, damit man keinen Anlaß zu einem Einwand biete; es könnte der Eine ihn verbieten, weil er ראה‎ heißt, und Derjenige, der nicht wüßte, daß dieſe drei Namen einen und denſelben Vogel bedeuten, ihn als איה‎ oder M ſich zum eſſen erlauben; darum werden dieſe Namen hier erwähnt. Bei den Vögeln werden die unreinen einzeln aufgezählt, um anzuzeigen, daß der reinen Vögel mehr ſind, als der unreinen, daher werden die Minderzähligen einzeln angegeben. 16 התנשמת‎ Fledermaus. 17. השלך‎ Der Fiſch­reiher, der Fiſche aus dem Meere fängt. ]18.[ והדוכיפת‎ Das Waldhuhn, der Wiede­hopf, er hat einen doppelten Kamm. 19.) שרץ חעוף‎ Die niedrigen, auf der Erde kriehenden Inſekten, wie z. B. Fliegen,

דברים ראה יד ממא הוּא 059 se sähen,‏ תאכלו בְנְבְלְתֶם לא תַגָעוּ:. אֶת זה Ham‏ כל אשר Da‏ כל אשר לו"BD‏ הא לְכָם: ba‏ ור מֶהרָה תאכלו: היה לְמִינָה: וְאֶת כָּל ערב ird‏ השתף וְאֶת הג ren,‏; אֶת הכוס הדְחַמָה DL‏ השֶלֶ: MON‏ PR 75) העוף מָמָא NIT‏ 097 לא יאָכלו: 93 AI‏ מָהוּר תאכלו: לא

Vespen und unreine Heuſchrecken, heißen טהור תאכלו].20[.שרץ‎ Ry כל‎ Nicht aber die unreinen, daraus folgt, daß unreines Geflügel nicht gegeſſen werden darf. Ebenſo V. 6. אותה תאכלו‎ nur dieſes Vieh dürft ihr eſſen, nicht aber das unreine Vieh, womit alſo für beide, für Geflügel u. Vieh angezeigt wird, daß wer deren un­reine Gattung ißt, übertritt ein Gebot und ein Verbot, ſohin doppelt ſtrafbar iſt. ö לגר אשר בשעריך‎ Gib es einem fremden Beiſaße, der auf ſich genommen hat, eine Götzen anzubeten, aber dennoch Fleiſch von gefallenen Thieren ißt. כי עם‎ קדוש אתה‎ Zeige Enthaltſamkeit ſelbſt in dem, was dir erlaubt iſt; Dinge, die erlaubt ſind, die aber Andere für verboten halten, erlaube du nicht in ihrer Gegen­wart. M לא תבשל‎ dies Verbot wird dreimal wiederholt, hier, in משפטים‎ 19 und כי תשא‎ 34, 26, welches ausſchließt, Fleiſch des Wildthieres, des Gefliegels und des unreinen Viehes ſ. Talm. Cholin 118.** לא תבשל‎ und: 22. עשר תעשר‎ In welchem Zuſammenhange ſtehen dieſe Stellen neben einander? Gott ſprach zu den Israeliten: Seid nicht Urſache, daß ich zur Strafe die Saat noch vor der Reife, gleichſam in der Muttermilch zerſtören müßte; denn wenn ihr nicht das Gebot des Verzehntens gebührend halten werdet, ſo laſſe ich einen Oſtwind wehen, und Alles zerſtören, fo wie es Kön. 2, 19, 26 heißt: ſie wurden wie Gras auf dem Felde, wie Brandkorn vor der Halmſaat; dieſelbe Strafe trifft auch ein beim Unterlaſſen des Darbringens von Erſtlingsfrüchten שנה שנה\(בכורים) Aus dieſer Wiederholung wird entnommen, daß man keinen Zehnten vom Neuen auf das Alte abgeben darf. 23. ואכלת לפני ה' D. i. der zweite Zehnte, denn die Pflicht ו‎ erſten Zehnten wiſſen wir bereits, daß man ihn den Lewiten geben muß, wie es M. 4, 18, 30 heißt: Wenn ihr von den Söhnen Israels den Zehnten nehmet; Deſfauers Raſchi⸗ Pen tateuch. 32