untereinander und mit den örtlichen Vertretern des Kulturbundes organisiert, die schließlich damit zum Erfolg führten, daß in einer Zusammenkunft am 12. August 1949 siebzehn Mitglieder des früheren Vereins ihren Beitritt zum Kulturbund erklärten und die „Sektion Philatelie Wittenberge“ innerhalb des Kulturbundes gründeten. Die Leitung übernahmen die Freunde Zacher, Mertens, Schröder und Gorgas, der aber nach kurzer Zeit wieder ausschied und durch Freund Tesch ersetzt wurde. Fortan setzte wieder ein eifriges und regelmäßiges Arbeiten ein, das sich zwar nach neuen Richtlinien orientierte, aber damit gute Erfolge erzielte, wie sich sehr bald zeigte. Den ersten erwähnenswerten Höhepunkt konnte die noch kleine Sektion bereits mit einer am 30. Oktober 1949 — dem Tag der Briefmarke — im Puschkin-Haus durchgeführten Werbeschau verzeichnen, die eine für die Verhältnisse stattliche Besucherzahl von 160 Personen aufwies, ein Ansteigen der Mitgliederzahl auf 27 zur Folge hatte und so den mühevollen und uneigennützigen Einsatz der Sektionsleitung belohnte. Regelmäßige Arbeitsabende und Zusammenkünfte, der Aufbau einer Jugendgruppe durch Freund Burkhardt, die Einrichtung eines Auswahl- und Neuheitendienstes unter Freund Krull und andere Maßnahmen kennzeichnen die Arbeit in der Folgezeit, die mit einer weiteren am 29. Oktober 1950 — wiederum am Tag der Briefmarke — im FDGB-PIaus veranstalteten Werbeschau einen neuen Höhepunkt erreichte. Die Ausstellung selbst dokumentierte trotz der nicht ausreichenden Räumlichkeiten und des Fehlens geeigneter Ausstellungsgeräte eine erhebliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahr. Inzwischen stieg die Mitgliederzahl auf über 30 an, ein Schaukasten erweiterte die Werbung nach außen, aber ein wiederholter Wechsel des Versammlungslokals war einer planmäßigen Arbeit oft recht hinderlich. Dennoch spricht aus allen Versammlungsprotokollen dieser Zeit das unverkennbare Streben der Sektion, die Arbeit weiter zu verbessern und zeitnah zu gestalten. Das gilt ganz besonders für die Jahre 1953/54, in dem das Vortragswesen sowohl in fachlicher Hinsicht als auch in Verbindung mit dem Zeitgeschehen seinen ersten Aufbau erlebte und so die Arbeitsabende interessanter und abwechslungsreicher werden ließ. Die Erfolge dieses Zeitabschnitts dokumentierte die am 14. und 15. Mai 1955 durchgeführte Werbeschau, die in Gemeinschaft mit den Foto- und Aquarien-Freunden erstmalig in dieser Form im Bezirk abgewickelt wurde. Der schöne Wittenberger Rathaussaal gab der Schau einen würdigen Rahmen, den schönsten, den man sich für eine solche Kulturveranstaltung wünschen konnte. Auf mehr als 500 Albumblättern zeigte sich hier ganz offen die Wandlung, die die Philatelie vom rein sachlich-schematischen Aneinanderreihen der Marken bis zur sinnvollen Betrachtung des Markeninhalts in Verbindung mit dem Zeitgeschehen und den Tagesfragen inzwischen erfahren hatte. Die allseitige Anerkennung der auch aus der näheren und weiteren Umgebung erschienenen mehr als 600 Besucher, die
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