Wie ein Schiff entsteht.
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Längsspanten ans starken Stahlplatten hin, die äußerst stark miteinander und mit dem Doppelboden und der Außenhaut vernietet find. Bei unfern Handelsschiffen wendet man dieses Längsspanteusystem noch nicht lange an, obwohl schon Scott Ruffel in seinem „Great Eastern" dieselben mit guten: Erfolg gebaut hat. Die allgemeine Einführung dieses wichtigen Verbaudsteiles hat man unsrer Klassifikationsgesellschaft zu verdanken. Diese, der „Germanische Lloyd", untersuchte nämlich Anfangs der achtziger Jahre die Verbände unsrer meisten großen Dampfer theoretisch durch Rechnungen auf ihre Festigkeit und fand, daß bei keinem einzigen Schiffe der Läugsverband den vorher abgeschätzten Bedingungen entsprach. Alle Längsverbände waren zu leicht, während der Querverband allen Anforderungen genügte. In der Praxis Haben sich allerdings noch keine bedeutenden Mängel gezeigt.
Wenn Kiel, Querspanten, Längsspanten und Doppelboden stehen, werden die wasserdichten Schotten eingebaut. Sie zerfallen in Längs- und Querschotten. Die Quer
erbaut und erhalten keinen Belag. Das Zwischendeck erhält einen Linoleumbelag, und Ober-, Brücken- und Promenadendeck bekommen einen Holzbelag von amerikanischem kttell-Mk oder Dtzllorv-xius oder einein andern witterungsfesten Holz. Das oberste, das Sonnendeck, bekommt nur ein Holzdeck. Diese Holzdecks werden ans schmalen, dicht nebeneinander liegenden Planken gezimmert, ihre Fugen mit Werg kalfatert und mit Mariueleim, einer Art Harz, ausgegossen, um das Eindringen von Nässe zu verhindern. Sie geben dem Schiff, besonders wem: sie aus Teakholz gefertigt sind und recht sauber gehalten werden, ein äußerst properes Ansehen.
Bevor man mit dem Anbringen der Außenhaut beginnt, sind noch zwei schwere Arbeiten zu vollbringen, das Einsetzen des Vorder- und Hinterstevens. Beide sind ans Stahl oder aus Bronze gegossen. Der Vordersteven besteht meist aus einem Stück; der Hintersteven, mit dem Rudersteven, an welchem das Steuerruder sitzt, verbunden, ist wegen seiner Größe aus mehreren Stücken zusammengesetzt,
er Neichvpostdampfer „Uüiugiu Luije" in der Ausrüstung auf der Werft des „Vulkan
schotten sind wasserdichte Wände, sie reichen vom Oberdeck bis zum Doppelboden, von Backbord bis Steuerbord quer durch das ganze Schiff und werden aus möglichst großen Platten von 6 bis 10 Millimeter Dicke angefertigt und durch senkrechte Winkelstahle versteift. Längsschotten wendet man im modernen Schiffbau nicht mehr viel an, sondern begnügt sich in der Regel bei Doppelschraubeicschiffen mit zwei voneinander unabhängigen Maschinen mit dem sogenannten Maschinenlängsschott ; dies steht in der Mitte des Schiffes und trennt die beiden Maschinenrünme voneinander. Man ist von dem Bau von Längsschotten deshalb abgekommen, weil ein Schiff mit einem Längsschott, wenn es an einer Seite einen Leck erhält und die eine Hälfte volllüuft, eine allzugroße Schlagseite bekommt, das heißt, sich auf die Seite neigt und Gefahr läuft, zu kentern.
Nach den Schotten werden die Decks eingebaut. Sie bestehen ebenfalls aus Stahlplatten; an den Seiten des Schiffes liegen stärkere, sogenannte Stringerplatten, die den Längsverband des Schiffes verstärken helfen. Die untersten Decks, Orlop- und Unterdeck, sind nur aus Stahtplatten
die vor dem Aufstellen zusammeiigenietet, „gelascht" werden. Oft passen durch ein späteres Verziehen des Gusses die beiden Teile der Lasche nicht genau aufeinander und müssen deshalb erst geglüht und gerichtet werden. Alan baut deshalb aus losen Schamottesteinen rings um das zu richtende Stück eine Art Ofen, ähnlich etwa wie man auf dem Lande die Mauersteine brennt, und erhalt darin tagelang ein starkes Feuer, bis der Stahl glühend und dehnbar wird. Passen die Laschen genau aufeinander, so werden sie zusammengeschraubt, die Steven auf besonders stark gebauten Wagen an das Schiff gebracht und mit Hebewerken in die rechte Lage gerückt und befestigt.
Nun fehlt, um das Schiff zum Stapellauf fertig zu bringen, nur noch die Außenhautbeplattung, von der man vielleicht schon die untersten Plattenreihen, die „Gänge", mit den Schotten zugleich angebracht hat. Die Gänge werden meist an- und abliegend angeordnet, das heißt so, daß immer eine Platte auf dem Spant fest aufliegt und die nächsten nach oben und unten mit ihren Rändern auf der ersteren liegen. Die Platten in den einzelnen Gängen stoßen stumpf