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Regionale und lokale Entwicklungen in Albanien - ausgewählte Beispiele / Dhimitër Doka
Entstehung
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Vorwort

Regionale und lokale Entwicklungen im Zusammenhang mit der sozio­ökonomischen Transformation sind in Albanien seit dem politischen Systemwechsel im Jahre 1990 zentrale Themen für Wissenschaft und Öffentlichkeit geworden. Studien darüber sind auch dem langfristigen Ziel Albaniens verpflichtet, der Europäischen Union beizutreten. Denn eine der Bedingungen für den Beitritt ist die Ausarbeitung von Konzep­ten sowie das Ergreifen von Maßnahmen für regionale und lokale Ent­wicklungen. Voraussetzungen dafür sind Situationsanalysen darüber, wie sich diese Entwicklungen konkret gestalten.

Das vorliegende Buch ist der erste Versuch eines albanischen Geo­graphen, einen Beitrag zu diesem Thema zu leisten und diesen der deutschsprachigen Wissenschaft und Öffentlichkeit vorzustellen.

Das Buch beschäftigt sich mit ausgewählten räumlichen Beispielen Albaniens auf verschiedenen räumlichen Ebenen, weil damit die Diffe­renziertheit der Problemfelder der sozialen und ökonomischen Ent­wicklungen leichter erfasst werden kann als durch eine Beschränkung der Studien auf eine einzige Ebene. Als erstes Beispiel wird die Haupt­stadtregion Tirana als der wichtigste Zuwanderungsraum Albaniens behandelt, und zwar zum einen als Region insgesamt und zum anderen hinsichtlich der innerstädtischen Wohnquartiere und der sub­urbanen Zone. Als zweites Beispiel wird auf die periphere Region Korca im Südosten des Landes eingegangen, eine der vielen Abwan­derungsregionen Albaniens. Die Untersuchungen dort konzentrieren sich auf die Provinzhauptstadt Korca und auf ausgewählte ländliche Gemeinden. Im Mittelpunkt stehen dabei die Darstellungen der Entwicklungen und ihrer Probleme aus der Sicht von Vertretern der Verwaltung und der von den Entwicklungen betroffenen Wohnbevölke­rung sowie auch aus der Sicht von Nicht-Regierungsorganisationen und anderen Experten, die sich mit räumlichen Entwicklungen befas­sen.

Das Buch wurde während eines von der Alexander-von-Humboldt-Stif­tung geförderten Forschungsaufenthaltes am Institut für Geographie der Universität Potsdam unter der Betreuung von Prof. Dr. Wilfried Heller in der Zeit von Oktober 2004 bis September 2005 angefertigt. Mein besonderer Dank gilt deshalb der Alexander-von-Humboldt­Stiftung, die diese Forschungsarbeit erst ermöglicht hat, und Wilfried Heller, der von Beginn an, d.h. von der Konzeption bis zur Fertigstel­