Druckschrift 
Regionale und lokale Entwicklungen in Albanien - ausgewählte Beispiele / Dhimitër Doka
Entstehung
Seite
103
Einzelbild herunterladen

3.4 Die periphere Region Korca: Sozioökonomische Trans­formation, Migration und Entwicklungsperspektiven dargestellt anhand der Stadt Korca und sechs aus­gewählten Dörfern

3.4.1 Die allgemeine sozioökonomische Lage in der peripheren Region Korca

Die periphere Region Korca befindet sich im Südosten Albaniens. Sie hat den Status einer Präfektur. Im Osten und Südosten grenzt sie an die Länder Mazedonien und Griechenland. Im Norden, Westen und Süden ist sie den Präfekturen Elbasan, Berat und Gijirokaster benachbart(Abb. 13).

Bei der insgesamt 3.697 km? umfassenden Fläche der Präfektur Korca handelt es sich im Wesentlichen um eine gebirgige und hügelige Region. Den überwiegenden Teil nehmen die Hügel-(17%) und Berggebiete(58%) ein(Strategjia Rajonale e Zhvillimit Qarku Korce 2005, S. 14). Nur 25% des gesamten Territoriums sind Flachland, welches vor allem das Korcabecken mit ca. 300 km? einschließt.

Für den Ackerbau erweisen sich nur 23,5%(ca. 86.000 ha) des Gesamtterritoriums der Region Korca als nutzbar. Etwa ebenso groß ist mit einem Anteil von ca. 23%(53.000 ha) das Areal, das aus Wiesen und Weiden sowie nicht genutzten Flächen besteht. Außer­dem wird das Landschaftsbild geprägt durch Wälder, die immerhin 42%(132.000 ha) an der Gesamtfläche der Präfektur einnehmen (Strategjia Rajonale e Zhvillimit Qarku Korce 2005, S. 17).

Die Präfektur Korca gliedert sich in vier Bezirke. Zu ihr gehören sechs Städte und 31 Kommunen(Abb. 15). Dort leben nach Angaben der Meldebehörden im Jahre 2003 insgesamt 361.642 Einwohner. Aber etwa 30% von ihnen, das sind ca. 108.000 Personen, werden als abwesende Personen registriert. Man rechnet mit einer Präsenz­bevölkerung von nur 253.149 Personen. Heute leben 57% der Einwohner auf dem Lande und 43% in den Städten. Bis 1990 machte der Anteil der Stadtbevölkerung in der Region nur 34% aus(nach Angaben des Meldeamtes von Korca, April 2004). Die Zunahme städtischer Bevölkerung resultiert vor allem aus der Binnenmigration.

103